placken 2, pläcken flecken, Flecken abgeben. Dat pläckt nich (das gibt keine Flecken). Aufgrund dieser gesundheitsfördernden Wirkungen wird Natron als natürliches Heilmittel für verschiedene Krankheiten betrachtet. In Kombination mit Magnesiumchlorid kann Natron oral eingenommen werden, um die Gesundheit zu fördern. Beide entsorgen Schadstoffe, die sich in Geweben, Zellen und Organen ansammeln und wirken basenbildend. Pigmentflecken Stirn Ursache 30er Zone Meine Damen und Herren! Wenn die Sprache nicht synchronisiert wäre, dann müsste man meinen, ein Sender irgendwo in den USA strahle diese Sendungen aus, denn es sind allesamt amerikanische Produktionen – aber weit gefehlt: Es ist das Nachmittags­programm von ORF eins. Ich wusste nicht, dass amerikanisches Fernsehen im ORF so beliebt ist, denn von 52 gezählten Programmpunkten sind mit Ausnahme von „Wetter“, „ZIB“, „Dschungelbuch“ und ein paar anderen Sendungen alles amerikanische Produk­tionen. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Herr Präsident Trump wird sich freuen, dass seine heimischen Produkte bei uns so beliebt sind. (Beifall bei der FPÖ.) Rote Flecken Auf Der Haut Baby 6 Monate Zumindest die oberflächlichsten Polemiken könnte man weglassen, wie zum Beispiel die Frage: Wo steht denn das, dass die Deklaration verbindlich ist? – Sie brauchen nur die ersten Absätze zu lesen und einen Blick hineinzuwerfen: Ist das jetzt eine ver­bindliche Erklärung im Sinne des Artikels 31 der Wiener Vertragsrechtskonvention, ja oder nein? (Abg. Kogler: Na, Entschuldigung, wo steht das, wo?!) – Ja, steht drinnen, in der Erklärung selbst! Kollege Kogler, du wirst es doch zustande bringen, den sie­benten Absatz zu lesen! (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Das ist doch Polemik, was ihr da macht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Brosz: Warum stimmen eure Europaparla­mentarierInnen dann dagegen?) Rote Flecken Rachenwand Pdf Eines vorweg: Ich bin froh darüber, dass Österreich einen öffentlich-rechtlichen Sender hat, und ich finde es auch wichtig, dass wir diesen Sender haben. Nur, die oberste Prämisse beim ORF muss lauten: Qualität statt Quantität. Es macht wenig Sinn – Kol­lege Kumpitsch hat das bereits ausgeführt –, wenn auf ORF eins die gleichen amerika­nischen Sendungen gespielt werden, die auch im deutschen und österreichischen Pri­vatfernsehen zu sehen sind – noch dazu quasi gleichzeitig! In diesem Zusammenhang sind die Serien „Die Simpsons“ und „How I Met Your Mother“ erwähnt worden.

Pigmentflecken Stirn Ursache 30er Zone

Aber kommen wir zu dem zurück, worum es eigentlich geht, zum Programmbericht. Einleitend würde ich gerne ein paar Zitate aus diesem Programmbericht vorlesen. Da steht: öffentlich-rechtlicher Programmauftrag erfüllt, „Qualitätsführerschaft mit dem bes­ten Programm Österreichs“, objektive, verlässliche Information über aktuelle Themen. (Abg. Deimek: Ha, ha, ha, das ist ein Scherz!) Sehr geehrte Damen und Herren, dazu ist wirklich nur eines zu sagen: Der ORF ist in der Einschätzung der Qualität seiner Berichterstattung genauso realitätsfremd wie in seiner Berichterstattung selbst. (Beifall bei der FPÖ.) Creme Gegen Pigmentflecken Im Gesicht Test Darf Wie in 1.4.1.1, jedoch mit dem Unterschied, dass das Kapillarröhrchen und das Thermometer in einem erwärmten Metallblock befestigt sind und sich durch Öffnungen in dem Block beobachten lassen. Rote Flecken Auf Der Eichel Und Juckreiz Tun een swäit Woud." ,,Hunig" kwäd di Pastor bäte de Laube un konn sik vor laachjen nit still hoolde, as de Bee trough de Häge flitskje. Rote Flecken Auf Der Haut Baby 6 Monate Besonders unter Captain James T. Kirk vollzieht sie zahlreiche Erstkontakte zu neuen Spezies, unternimmt mehrere Zeitreisen und ist auch in viele militärische Auseinandersetzungen involviert. Rote Flecken Auf Der Haut Baby 6 Monate Das Dörfchen Vöhl, das ich seit meiner jüngsten Kindheit jedes Jahr besuchte, tauchte wie ein Traum vor mir auf. Noch vor Wochen hatte ich unbedingt hier herkommen wollen, und jetzt war ich hier, in dem Dorf, in dem meine Omimi aufgewachsen war. „Die Basdorfer Straße bis fast aus dem Dorf raus, und dann in die Masloh rein“, schrie ich Tristan über den Fahrtwind, und den Motorenlärm zu. Er nickte, und gab Gas. Ich hielt mich noch stärker an ihm fest.
Die Sonne küsste bereits den Horizont, und der Himmel hatte eine rötliche Farbe angenommen. Die letzten Stunden waren mehr oder weniger in Schweigen an uns vorbei gegangen. Auch als wir Rast gemacht hatten, wechselten wir nur wenig Worte. Besonders Raphael und ich hatten uns nicht viel zu sagen gehabt, aber das drückende Gefühl, das ich die ganze Zeit gehabt hab, wich nun der Vorfreude auf das alte Grundstück, das ich so sehr liebte. Es war ein Gefühl wie … Glück.
Tristan ging in die Kurve, und wenige Minuten Später bog er in die Masloh ein.
„Da, das Haus da.“
Er nickte wieder, und fuhr an den Rand. Raphael tat es ihm gleich. Wir stiegen ab, und während die Kerle die Helme in den Maschinen verstauten, öffnete ich das Gartentor um sie reinzulassen. Sie schoben die Motorräder hinein, und ich zeigte ihnen den Stall, wo sie sie unterstellen konnten. Danach machte ich mich mit ihnen auf dem Weg zum Haupthaus. Ich sog jede Einzelheit des geliebten Grundstücks in mich auf. Der alte Schuppen, der schon seit Jahren einen Anstrich nötig hätte. Die Scheune, in der früher Pferde, Schweine, und Hühner gelebt hatten. Meine alte Schaukel, die sich leicht im Wind bewegte. Die Gräser, und Bäume. Alles war mir so vertraut.
Vor der Veranda blieb ich stehen, und bückte mich nach einem Steinbeet. Weit drin, zwischen den Wildpflanzen versteckt, lag ein hohler Stein, der einen Schlüssel barg. Ich nahm ihn heraus, und trat die Stufen herauf, die ich schon so oft gegangen war.
Tristan und Raphael schwiegen, während ich aufschloss, und sie einließ. „Das Haus steht die meiste Zeit des Jahres leer“, erklärte ich den beiden. „Uns wird keiner stören. Fühlt euch ganz wie zu Hause.“ Ich trat hinter ihnen in den Wohnbereich, an den die Küche, und ein kleiner Flur grenzte, der zu einem kleinen Bad, und meinem Zimmer aus Kindertagen führte. Eine Holztreppe führte in die zweite Etage zu einem Arbeitszimmer, drei weiteren Schlafzimmern, und einem großen Bad, das mein Vater vor ein paar Jahren hatte modernisieren lassen. „Sucht euch oben ein Zimmer zum Schlafen“, sagte ich, und öffnete ein Fenster nach dem anderen, um die muffige Luft nach draußen zu lassen. Dann kontrollierte ich ob Strom und Wasser in Ordnung waren, steckte den Kühlschrank ein, und rief nach einer Kontrolle der Schänke: „Wenn wir etwas essen wollen, müssen wir noch einkaufen gehen. Ein paar Straßen weiter gibt es einen Spätmarkt, aber der macht auch bald zu.“ Ich sah in der oberen Etage nach dem rechten, legte Bettzeug raus, und ging dann in mein eigenes Zimmer, um meine Tasche wegzubringen.
Als ich meinen Schrank öffnete, hätte ich vor Glück fast geweint. Hosen! Ich war so oft hier, dass ich schon lange Klamotten bunkerte, und das war nun ein Segen. Schnell packte ich meine Tasche ein wenig um, ging dann ins Bad, um zu Duschen, und kam in einer alten Jogginghose und Spagettitop ins Wohnzimmer. Meine Haare waren in ein Handtuch eingewickelt, und endlich stank ich nicht mehr nach Gully. Als ich mich zu Tristan vor den Fernseher setzte, bemerkte ich erst, dass Raphael nicht mehr da war. „Wo ist dein Bruder?“
„Der besorgt Abendessen.“
Bei dem Wort fing mein Magen an zu knurren. Lächelnd sah Tristan von den Papieren auf, die er vor sich auf dem Tisch ausgebreitet hatte. „Was ist das?“ Ich griff nach einem Papier, einer Liste mit Namen.
„Arbeit der Drachen.“ Er runzelte die Stirn. „Was ist mit deinen Händen passiert?“
Ich musste nicht raufgucken, um zu wissen, was er meinte. Meine Beine sahen genauso aus. Grün und Blau, leicht ramponiert eben. „Ich hatte eine kleine Auseinandersetzung mit einem Baum.“ Gleichgültig zuckte ich die Schultern. „Der Baum hat gewonnen.“
Nachdenklich lehnte Tristan sich zurück, und besah mich auf eine merkwürdige Weise, die ich als unangenehm empfand. Neugierde, Mitleid, und ein entschuldigender Funke lagen darin. „War es wirklich so schlimm im Hof?“
„Welchen Teil meinst du?“, fragte ich gereizter, als ich eigentlich vorhatte. „Den Teil, in dem sie meinen Vater nach Brasilien geschickt haben, damit er aus dem Weg war? Oder den Teil in dem sie mit verboten haben mich mit Vampiren zu treffen, weil ich sie mochte? Vielleicht meinst du auch den Teil der Bestrafung, wenn mein Verhalten nicht ihren Ansprüchen genügt hat, oder der in dem sie mir meine Freunde wegnahmen, oder der in dem mir eröffnet wurde, dass ich in vier Monaten einen Kerl heiraten soll, den ich nicht mal kenne.“
Beschämt senkte Tristan den Kopf. „Ich weiß dass eine Entschuldigung nicht helfen wird, aber es tut mir leid. Es war nie unsere Absicht gewesen, dich in eine solche Lage zu bringen. Wenn ich …“
„Tristan, lass gut sein.“ Ich war zu müde für eine solche Diskussion. Mein letzter Schlaf lag zwei Tage zurück, und seitdem war so viel passiert, dass ich einfach nur noch erschöpft war. Ich wollte mir nicht länger den Kopf über diese ganzen Dinge zerbrechen. Damit dass ich gegangen war, hatte ich sie alle hinter mir gelassen, und so sollte es auch bleiben. „Ich geh schlafen“, sagte ich, als ich mich von dem alten, karierten Sofa erhob.
„Und was ist mit Essen?“
„Mir ist der Appetit vergangen.“ Damit verschwand ich in mein Zimmer. Ich schloss noch das Fenster, zog mir das Handtuch aus den Haaren, und kuschelte mich unter meine Decke. Der Schlaf kam über mich, kaum dass ich die Augen geschlossen hatte, aber es war kein ruhiger Schlaf. Die drohende Grimasse des Königs erschien, die Wut in den Augen fraß sich wie Feuer in meine Seele. Ich spürte schmerzen wo keine waren, hörte das klagende Heulen eines zurückgelassenen Wolfes. Diego und Lu erschienen mir. Traurig über meinen Verrat, darüber dass ich sie zurückgelassen hatte, und sie dem Zorn des Königs ausgesetzt waren. Ich träumte von einem kleinen Mädchen mit weißen Haaren, das in der Stille der Nacht weinte, von Wölfen, die versuchten mich mit Gewalt zurück in den Hof zu zerren, und davon dass es kein Entrinnen gab. Der König hatte mich gefunden. Er war wütend, packte meine Handgelenke, um weiß Gott was mit mir zu tun …
Mit einem Schrei schreckte ich hoch. Das erste was ich merkte war, dass ich mich nicht bewegen konnte, weil mich jemand an den Handgelenken ins Bett drückte, das zweite die beruhigende Stimme von Raphael. Er hielt mich fest. Panisch sah ich mich um, aber da war kein König der mich bestrafen wollte, und auch kein kleines Mädchen. Ich war in meinem Zimmer in Omimis Haus, in Sicherheit. Ich war in Sicherheit. Immer wieder sagte ich mir das. Ich war in Sicherheit.
Draußen war es noch dunkel. Ich konnte also nicht lang geschlafen haben. Ein dünner Schweißfilm überzog meine Haut, und mein Atmen ging stoßweise. Auf meinen Wangen spürte ich Tränen. „Verdammt!“, fluchte ich, und befreite mich von Raphaels Griff. Ich sah ihn böse an. „Was hast du in meinem Zimmer zu suchen? Raus hier!“ Ich setzte mich aufrecht hin, und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht.
„Du hast im Schlaf geschrien“, sagte er entschuldigend. „Als ich dich wecken wollte, hast du versucht mich zu schlagen.“
„Hab ich wenigstens getroffen?“ Ich rieb mir übers Gesicht, und versuchte mein Herz dazu zu bewegen, sich zu beruhigen. Ich bin in Sicherheit, sagte ich mir, sie wissen nicht dass ich hier bin, mir kann nichts passieren. Ich bin hier in Sicherheit … Das war meine Zauberformel, doch die Magie darin blieb mir versagt.
Auf Raphaels Gesicht zeigte sich ein schüchternes Lächeln. „Nein, meine Reflexe sind zu schnell.“
„Schade.“ Ich stand auf, und ging ins Bad um meine Kehle zu befeuchten, versuchte mir mit dem Wasser die Bilder aus meinem Alptraum aus meinem Kopf zu waschen, aber er funktionierte nicht. Immer noch sah ich die vorwurfsvollen Blicke meiner Freunde, die Wut des Königs, und die Tränen des einsamen Mädchens. Als ich in den Spiegel schaute, erblickt ich Raphaels Spiegelbild hinter mir. Er war mir gefolgt, stand im Türrahmen mit offenen schwarzen Haaren, die sein Gesicht einrahmten, und nichts als einer Boxershorts. „Die Freakshow ist vorbei“, sagte ich kalt. „Du kannst jetzt wieder schlafen gehen.“
„Ich habe nicht geschlafen“, sagte er ruhig. „Ich lag auf dem Sofa, und habe fern geschaut.“
„Dann geh halt dahin zurück.“ Ich drängelte mich an ihm vorbei, und ging zurück in mein Zimmer. Leider konnte man meine Tür nicht abschließen, so konnte Raphael mit ungehindert folgen. „Geh weg, ich will schlafen.“
Besorgt musterte er mich, und das störte mich noch mehr als seine Anwesenheit. „Du hast im Schlaf geschrien.“
„Das kommt vor, wenn man einen Alptraum hat, und jetzt verschwinde endlich.“
Er ging nicht. „Willst du darüber reden?“
„Wenn ich reden wollte, dann sicher nicht mit dir. Du bist doch der Grund für meine ständigen Alpträume.“ Neuer Kummer blitzte in seinen Augen auf, und sofort taten mir meine Worte leid. Er hatte wirklich schon genug in seinem Leben durchgemacht. Ein Miststück wie ich war da nicht gerade hilfreich. „Warte“, sagte ich, als er sich abwandte. „Ich hab es nicht so gemeint. Ich … ich bin einfach nur kein Morgenmensch.“ Ich seufzte schwer. „Tut mir leid, es war nett von dir mich zu wecken, aber trotzdem solltest du jetzt lieber gehen.“
Er zögerte. „Okay, aber wenn du reden willst, kannst du zu mir kommen.“
„Danke.“ Ich hatte nicht vor zu ihm zu gehen, trotzdem fand ich die Geste nett.
„Okay.“ Er ging hinaus.
Ich blieb allein in meinem Zimmer, und sah durch das Fenster hinauf zum Mond, der so tröstlich war, wie sonst nur Sydneys Gegenwart.
Sydney …
Verdammt, ich vermisste ihn. Mit ihm hätte ich jetzt gerne geredet, hatte ich immer, aber er war nicht hier, und das war meine eigene Schuld. Unser letztes Treffen, der Kuss mit ihm kam mir in den Sinn. Bisher hatte ich gar keine Zeit gehabt, richtig darüber nachzudenken. Es schien seit dem eine Ewigkeit vergangen zu sein, dabei war es kaum vierundzwanzig Stunden her. Ich fragte mich, was der Kuss zu bedeuten hatte, was er ihm bedeutet hatte. Es hatte sich so richtig angefühlt, ihn so nah bei mir zu haben, und doch … obwohl ich mich im Augenblick nach meinem Mentor sehnte, fragte ich mich gleichzeitig auch, was Raphael dazu sagen würde, wenn er es wüsste. Ich hatte nichts Falsches getan, oder?
Dazu die Frage zu klären, kam ich nicht mehr, weil er Schlaf mich ein zweites Mal übermahnte. Traumlos versank ich in tiefer Dunkelheit. Erst als die Sonne hoch am Himmel stand, wachte ich wieder auf. Ich fühlte mich ausgeruht, munter, aber da war ein drückendes Gefühl, das es mir nicht erlaubte mich wirklich gut zu fühlen.
Trotz dass ich schon wach war, blieb ich noch eine Weile liegen, bevor ich mich dazu aufraffte, mein Bett zu verlassen. Im Haus war es still, und als ich aus meinem Zimmer in den offenen Wohnbereich kam, war ich alleine. Schliefen die Kerle noch? Ich sah auf die Uhr, es war kurz vor elf. Ehr nicht. Aus dem Küchenschrank holte ich mir eine Packung Kräcker, und im Kühlschrank fand ich kalte Pizza, die ich zum Frühstück verspeiste. Als sie danach immer noch nicht auftauchten, entschied ich mich dafür ins Dorf zu gehen, und unsere Kasse ein bisschen aufzubessern. So wie Tristan sich gestern bei Maggy angehört hatte, besaßen die Jungs auch nicht allzu viel Knete.
Ich schlüpfte in eine weiße Caprihose – danke lieber Gott –, und zog dazu eine kurzärmliche Bluse mit glitzernden Schnörkeln an. Im Schrank fand ich noch eine Handtasche, in die ich mehrere Gold und Silberketten tat, und machte mich dann auf den Weg.
In Vöhl gab es einen kleinen Antiquitätenladen, in dem ich schon öfter mit meiner Mutter war. Sie hat dort gerne Sachen gekauft, um das rustikale Bauernhaus meine Omimi zu verschönern. Als ich noch jünger war, hatte ich mit Diego und Lu ein paar Mal dort ausgeholfen, um uns anschließend ein Eis leisten zu können. Der Besitzer kannte mich also ganz gut. Trotzdem wurde er misstrauisch, als ich den Schmuck auf seinem Ladentisch ablegte. Teurer Schmuck hin oder her, sah ich etwa aus wie eine Kleinkriminelle die ihre heiße Ware verticken wollte? Schon Maggy hatte das gedacht, und die Kette die ich ihr gegeben hatte, war weitaus mehr wert gewesen.
Zu guter Letzt kaufte er mir das ganze Zeug ab. Mit knapp vierhundert Euro mehr in der Tasche verließ ich den Laden, und wollte mich zurück auf den Weg nach Hause machen, als ich der alten Freundin meiner Omimi begegnete. Und mit alt, meinte ich steinalt. Die Frau hatte die Neunziger bereits überschritten.
Um nicht unhöflich zu erscheinen, half ich ihr ihre Taschen nach Hause zu tragen, und fand mich nur kurze Zeit später auf ihrer Couch mit einem Stück selbstgebackenem Kuchen vor der Nase wieder. Später kamen auch noch ein paar Nachbarn herüber, begrüßten mich wie ein lange vermisstes Familienmitglied. Alle in diesem Dorf waren so lieb, und jede Minute die ich länger blieb, fühlte ich mich zufriedener. Das war der Ort an den ich hingehörte, nicht der Hof mit seinen ganzen Regeln, das hier war mein Leben.
Als ich mich endlich losmachen konnte, war der Nachmittag schon weit fortgeschritten. Aber das störte mich nicht. Ich fühlte mich … gut, und das war ein Gefühl, von dem ich in der letzten Zeit viel zu wenig bekommen hatte.
Mit einem Lächeln im Gesicht, trat ich die Veranda herauf, und genau in dem Augenblick, als ich nach der Türklinke greifen wollte, wurde die Tür von innen aufgerissen, und ein wutschnaubender Raphael stand vor mir. „Kannst du mir mal verraten, wo du gewesen bist?“
Was hatte der den für ein Problem, hielt er sich plötzlich für meinen Papi? „Ich glaube nicht, dass ich dir irgendeine Rechenschaft schuldig bin.“ An ihm vorbei ging ich ins Haus, und ignorierte es, als er die Tür etwas zu heftig ins Schloss warf.
„Ist dir eigentlich bewusst, dass in der Zwischenzeit sicher das ganze Rudel nach dir sucht? Du bist nicht gerade ein unbekanntes Gesicht, du kannst nicht mehr einfach so auf der Straße herumspazieren.“
Ich funkelte ihn scharf an. Auf eine Predigt seinerseits hatte ich echt keinen Bock. „Das hier ist mein Dorf, jeder hier kennt mich. Es wäre viel auffälliger, wenn ich mich hier drinnen verbarrikadieren würde, und zufällig einer der Nachbarn mitbekommt, dass ich da bin.“
„Die Nachbarn sind mir scheiß egal!“, fuhr er mich an. „Ich will nicht, dass du allein draußen rumläufst!“
„Du willst nicht?“ Ich lachte ihm ins Gesicht. Das hatte er doch jetzt nicht allen Ernstes gesagt, oder? „Erstens ist es mir egal was du willst, und zweitens war ich unterwegs gewesen um Geld zu besorgen. Wie mir scheint haben nämlich weder du noch Tristan allzu viel davon.“
„Wir kommen klar, wir brachen dein Geld nicht.“
„Schön, dann behalte ich es eben!“ Wenn er es so wollte, war das sein Problem, ich würde mich ihm sicher nicht aufdrängen. Ich drehte mich um, und wollte in mein Zimmer maschieren, aber kaum dass ich nur einen Fuß bewegt hatte, stand er plötzlich vor mir. Man, wie ich diese Vampirgeschwindigkeit hasste. Es war nicht normal, dass sich jemand so schnell bewegen konnte. Wir starrten uns an. „Geh mir aus dem Weg.“
„Ich denke gar nicht daran.“ Raphael blieb wo er war, unbeugsam wie ein Berg.
Ich machte einen Schritt nach rechts, er verstellte mir sofort den Weg. Ich machte einen Schritt nach links, und wieder war er vor mir. Ich versuchte nach links anzutäuschen, und ihn dann zu umrunden, aber wieder war er zu schnell für mich. „Kannst du das Mal lassen?“, fuhr ich ihn an.
„Nein kann ich nicht, denn das musst jetzt geklärt werden. Falls du es nämlich noch nicht gemerkt hast, wir haben dich nur ganz knapp da rausbekommen, und ich glaube nicht, dass es uns ein zweites Mal gelingen wird.“ Er beugte sich leicht nach vorne, so dass beim Sprechen seine Reißzähne deutlich zur Geltung kamen. „Es wäre also wirklich nett von dir, wenn du es uns nicht noch schwerer machen würdest, auf dich aufzupassen.“
Das haute dem Fass den Boden aus. Am liebsten hätte ich ihm eine geklatscht, damit der wieder zu sich kam. „Ich brauche keine Aufpasser, ich komme wunderbar alleine zurecht!“, fauchte ich ihn an. All die gute Laune, die ich eben noch hatte, war wie weggeblasen. Der Kerl konnte einem aber auch wirklich den Tag vermiesen.
„Dann können wir ja wieder gehen!“
„Mach doch!“, schrie ich ihn an. „Verschwinde, so wie du es immer tust. Hau einfach ab, und lass mich in der Scheiße sitzen die du mir eingebrockt hast!“
„Verdammt noch mal Cheyenne, ich habe dir gesagt dass es mir leid tut, was soll ich denn noch tun?“, brauste er auf. „Sag es mir, damit wir diesen ganzen Mist endlich hinter uns haben!“
„Da kannst du gar nichts machen! Es gibt keine Möglichkeit das alles wieder …“
„Könnt ihr mir mal sagen, warum ihr Euch hier die Köpfe einschlagt?“, fuhr Tristan dazwischen. Er stand auf halber Höhe der Treppe. Ich hatte mich so in Rage geredet, dass sein Auftauchen völlig unbemerkt geblieben war. Fragend sah er von einem zum anderen, wartete auf eine Antwort, die er aber nicht bekam. Er seufzte. „Okay Leute. Es geht mich ja eigentlich nichts an, aber wenn wir das zusammen durchziehen wollen, dann müsst ihr einen Waffenstillstand schließen, denn so wie ihr euch verhaltet, ist das Ganze schon zum Scheitern verurteilt, bevor wir überhaupt losgefahren sind. Also, bekommt ihr das hin?“
Still starrten Raphael und ich uns in unserer Wut an. Ich wollte keinen Waffenstillstand, ich wollte ihn weiter anbrüllen, ihn nieder machen, ihm all das um die Ohren werfen, was ich seinetwegen zu erdulden hatte, doch ich wusste, wenn ich nicht zurückgelassen werden wollte, hatte ich keine andere Wahl.
„Bekommt ihr das hin?“, fragte Tristan nun schon ungeduldiger.
Ich nickte steif.
„Ja“, sagte Raphael.
Es lag in der Luft, dass der kleinste Auslöser reichen würde, damit wir wieder aufeinander losgingen, aber Tristan sagte nichts weiter dazu. Er kam die Treppe herunter, und ging zum Regal, um seine Motorradschlüssel zu holen. „Maggy hat gerade angerufen. Ich geh die Papiere holen. Schafft ihr es euch nicht gegenseitig zu zerfleischen, bis ich wieder zurück bin?“
Im Einklang warfen Raphael und ich ihm einen vielsagenden Blick zu.
Tristan lachte auf. „Okay. Cheyenne, ich brauche das Armband.“
„Klar.“ Froh endlich von Raphael wegzukommen, verschwand ich in mein Zimmer. Ich war immer noch wütend auf ihn, als ich es aus meinem Rucksack suchte. Dieser undankbare Arsch. Ich war auch für ihn im Dorf gewesen, und alles was ich dafür bekam war eine Standpauke. Ich brauchte niemanden der versuchte wie Diego zu sein. In der letzten Zeit hatte ich mir viel zu oft etwas vorschreiben lassen müssen, und ich schwor mir, wenn er das noch einmal tat – nur ein einziges Mal – dann würde ich ihm einfach den Hals umdrehen.
Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, verstummte Tristan, der eindringlich auf Raphael eingeredet hatte. „Wenn ihr schon über mich lästern müsst, dann macht es wenigstens nicht so auffällig“, brummte ich, und drückte Tristan den Schmuck in die Hand.
„Tut mir leid.“ Er sah wirklich beschämt aus. Wäre ich nicht immer nicht so auf hundertachtzig gewesen, hätte ich das echt süß gefunden. Er ließ das Armband in der Hosentasche verschwinden, und warf Raphael noch einen warnenden Blick zu, bevor er aus der Haustür verschwand. Und wieder war ich mit Raphael alleine. Gott, wo war ich da nur hineingeraten?
„Es tut mir leid“, hörte ich ihn leise hinter mir sagen. „Ich weiß, dass das gar nichts entschuldigt, aber ich weiß nicht, was ich sonst sagen soll.“
Ich drehte mich zu ihm um, und als ich ihn sah, so versunken in seinem eigenen Kummer, brach etwas in mir.
„Ich kann das so nicht.“ Er schüttelte den Kopf, und ich war nicht sicher, ob er mit mir gesprochen hatte, oder mit sich selber. Dann hob er den Kopf, und sah mir direkt in die Augen, so verzweifelt, dass ich es kaum aushielt. „Verzeih mir, Cheyenne.“
Das war der Moment, in dem ich mir wünschte, genau das zu können, aber ich hatte keine Ahnung, wie das gehen sollte. Was er getan hatte, war so tief in mir verankert, dass ich es schon hätte raus schneiden müssen, um es loszuwerden. Es war immer da, ein kleiner schwarzer Fleck der aus meiner Wut geboren wurde. Der verschwand nicht so schnell. „Du weißt nicht, was du damit von mir verlangst.“ Ich wandte mich von ihm ab, und trat ans Fenster, beobachtete Tristan, der seine Maschine aus der Scheune schob. „Ich weiß nicht mal, ob ich das könnte, wenn ich es wollte.“
„Bitte.“
Der flehende Ton zerriss mir fast das Herz. Ich hatte Raphael noch nie verletzlich erlebt, und das was er mir gerade zeigte, war wie eine offene Wunde, bei der ich die Wahl hatte. Ich konnte ein Messer nehmen, und weiter darin rumstochern, oder ein Pflaster drüber kleben, und hoffen dass sie verheilte. „Es ist nicht so einfach wie du glaubst. Du warst die letzten Wochen nicht da gewesen, du weißt nicht wie das ist dort zu sein, von allem was du kennst und liebst abgekapselt zu werden, nur damit man dir seinen Willen aufzwingen kann.“
„Verzeih mir.“ Er trat hinter mich. Ich konnte seine Körperwärme in meinem Rücken spüren. Meine wölfische Seite knurrte leise in meinem Inneren, aber sie geriet nicht außer Kontrolle, so wie sie es sonst immer tat. Ich wusste nicht, ob ich es jetzt einfach besser kontrollieren konnte, oder sie Raphael einfach akzeptierte, aber bis auf das stille brummen geschah nicht.
Raphael legte zögernd die Hände auf meine Arme, und als er merkte, dass ich mich ihm nicht entwand, zog er mich fest an seine Brust. Für einen Moment gestattete ich es mir, mich darin wohl zu fühlen. Erst jetzt merkte ich, wie ich diese Nähe vermisst hatte, und wie sehr ich sie wollte, brauchte. Raphael hatte Fehler gemacht, schlimme Fehler, für die ich hatte büßen musste, aber im Grunde war er kein schlechter Kerl.
Seufzend lehnte ich mich an ihn. So standen wir eine ganze Weile da, und zum ersten Mal seit unserem Wiedersehen fühlte sich die Stille nicht unangenehm an. Es war wie früher, aber auch wenn ich mich dabei so wohl fühlte, wie schon seit langer Zeit nicht mehr, konnte ich dennoch nicht vergessen, in wessen Armen ich da lag.
„Du musst mir verzeihen.“ Er vergrub sein Gesicht an meinem Hals.
Ich spürte seinen warmen Atem in meinem Haar, und wünschte ich könnte es. „Ich weiß nicht wie.“ Ein Kampf von widersprüchlichen Gefühlen tobte auf einmal in mir, und ich brauchte Zeit für mich. Also entschloss ich mich dafür einen Spaziergang zu machen. Langsam löste ich mich von ihm. Raphael hielt mich nicht auf, als ich das Haus verließ, aber in seinen Augen konnte ich sehen, dass es ihm nicht gefiel.
Mein Weg führte mich über die Felder der Bauern. Ich hoffte durch das Laufen einen klaren Kopf zu bekommen, dass mir etwas einfallen würde, wie ich mit dieser Situation umgehen konnte, aber ich war damit völlig überfordert. Einerseits wollte ich seiner Bitte nachkommen, ich wollte ihn nicht leiden lassen, aber ich wusste nicht, ob ich das konnte. Zu viel war geschehen, und dann war da auch noch Sydney. Als ich durch die Gegend lief, schweiften meine Gedanken immer wieder zu ihm ab. Er wüsste Rat, obwohl sein Rat in Richtung Raphael wahrscheinlich etwas in der Art wie „reiß ihm die Kehle raus“ wäre, was mir nicht sonderlich weiter half. Trotzdem hätte ich gerne seine Stimme gehört. Bei ihm hatte ich mich immer wohl Gefühl, völlig ungezwungen, und die Ruhe in seiner Gegenwart, konnte mir sonst niemand anders vermachen.
Als die Sonne sich für den Tag langsam verabschiedete, machte ich mich zurück auf den Weg nach Hause. Ich war verwirrter als vorher, und hatte immer noch keinen Plan, wie genau es weiter gehen sollte, aber ich war entschlossen mit den beiden nach Vivien zu suchen. So würde ich mit meiner Zeit wenigstens etwas Sinnvolles anfangen. Vielleicht konnte ich ja sogar helfen, und wenn wir wirklich großes Glück hätten, würden wir sie auch finden.
Kaum hatte ich die Tür aufgemacht, wehte mir ein wunderbar leckerer Geruch entgegen. Raphael stand in der Küchenecke, und deckte gerade den Tisch. Er lächelte mich nervös an, und ich gab ein genauso nervöses Lächeln zurück. Die Stimmung war gespannt, aber keiner wollte neuen Streit. So bemühten wir uns, neutral miteinander umzugehen.
Ich machte mich im Bad kurz frisch, und als ich zurück in die Küche kam, servierte Raphael den leckersten Tortelliniauflauf, den ich je gegessen hatte. Ich nahm mir zwei Mal einen Nachschlag. So viel hatte ich schon lange nicht mehr in mich reingeschaufelt. Genauso genommen hatte ich oft Mahlzeiten ausfallen lassen, weil ich nicht mit den Regenten an einem Tisch hatte sitzen wollen.
Wir redeten kaum, und das war belastend. Früher hatten wir ungezwungen miteinander umgehen können, und jetzt schien es so, dass keiner sich wirklich traute den Mund aufzumachen. Das Wetter, das Fernsehprogramm, und die glitzernden Schnörkel auf meiner Bluse waren noch die interessantesten Gesprächsthemen, nur leider waren die innerhalb von Minuten durchgekaut. Die meiste Zeit schwiegen wir daher.
Als ich meinen dritten Teller fast geleert hatte, kam Tristan herein. Den braune Umschlag den er in der Hand hielt, warf er neben mir auf den Tisch, und nahm sich dann selber eine große Portion von dem Auflauf.
„Sind das die Papiere?“, fragte ich, während ich den Umschlag schön öffnete.
Da er den Mund schon voll hatte, nickte er nur.
Ich zog mehrere Sachen heraus. Eine Geburtsurkunde, einen Reisepass, und einen Personalausweis. Auf zwei der Dokumente prangte mein Bild, doch die Daten die dazu standen, kannte ich nicht. Laut ihnen hieß ich Chantal Chile, war seit einem Monat neunzehn, und in Saarbrücken geboren. Das war ich jetzt also, eine Fremde. Unerwartet spürte ich plötzlich ein Brennen in den Augen.
Ohne ein Wort zu sagen, verließ ich den Tisch, und ging in mein Zimmer. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich diese Sachen so aufwühlen würden, aber ich wollte allein sein. Durch diese Papiere wurde mir etwas vor Augen geführt, das ich bisher übersehen hatte. Mit meiner Flucht, mit meiner Entscheidung alles hinter mir zu lassen, was ich kannte, hatte ich mich auch dazu entschieden Cheyenne hinter mir zu lassen. Ich existierte nicht mehr. An meinen Platz war eine Fremde getreten, eine Fremde mit Namen Chantal.
Ich merkte erst dass ich weinte, als eine Träne auf die Geburtsurkunde tropfte. Mit diesen Sachen in meiner Hand war es beschlossen, es gab für mich kein Zurück mehr. Diese Erkenntnis schockierte mich so sehr, dass ich nicht mal auffuhr, als Raphael einfach in mein Zimmer kam, und mich Wortlos in seine Arme zog. Ich ließ es zu, dass er mich an sich drückte, mich sanft wiegte, und mir beruhigend über den Rücken strich. Diese einfachen Zettel machten mich so fertig, dass nicht mal der wölfische Teil von mir etwas gegen diese Nähe zu einem Vampir hatte.
Ewigkeiten wie es mir schien, saßen wir so in meinem Bett, und zum ersten Mal seit unserem Wiedersehen, fühlte ich mich in seiner Gegenwart wirklich wohl. Meine Tränen versiegten, und ich kam mir plötzlich ziemlich dämlich vor, wegen so etwas albernen geheut zu haben. „Verdammt“, murmelte ich, und rieb mir mit dem Arm durchs Gesicht. Wie ich es hasste so nahm am Wasser gebaut zu sein, und erstrecht, wenn ich wegen so einer Kleinigkeit praktisch völlig ausflippte.
Gezwungenermaßen, aber mehr als widerwillig, ließ Raphael seine Arme sinken, als ich aufstand, und die Papiere samt Umschlag in meinen Rucksack stopfte. Dabei ging ich etwas zu brutal für meine Verhältnisse um, was ihm natürlich nicht entging.
„Vielleicht solltest du über die ganze Sache noch einmal nachdenken“, sagte er leise. „Mir scheint, dass du mit deiner Entscheidung nicht glücklich bist.“
„Da gibt es nichts zu nachdenken.“ Meine Entscheidung war in dem Moment gefallen, als ich mich dazu entschied, ein unschuldiges Kind dazu zu missbrauchen, mir aus dem Schloss zu helfen. Vorher hatte ich nicht gewusst, was ich machen sollte, wenn ich es wirklich schaffen würde, aber jetzt gab es kein Zurück mehr. Ich würde das durchziehen, mit allen Konsequenzen.
„Bist du dir wirklich sicher?“, fragte er sanft.
Seufzend ließ ich von meiner Tasche ab. „Es gibt für mich kein zurück. Ich will da nie wieder hin. Lieber lebe ich in der Gosse, als je wieder ein Fuß über die Schwelle des Schlosses zu setzten.“ Ich wandte mich zu ihm um, und sah ihn das erste Mal seit Tenor richtig an. Er sah müde aus, erschöpf, und traurig.
„Wenn ich nur könnte …“ begann er.
„Ich weiß.“ Es tat ihm Leid, das war nicht zu verkennen, und doch konnte es nichts ungeschehen machen. Mit den Fingern spielte ich an einem Zipfel meiner Bluse rum. „Ich mache dir keinen Vorwurf daraus, dass du deine Schwester finden willst. Ich hätte in deiner Lage wahrscheinlich nicht anders gehandelt, aber du musst verstehen, wie schwer es ist, einfach darüber hinweg zusehen. Du weißt nicht, wie es ist, dort zu sein. Das ist nicht wie in Filmen, wo die Prinzessin ein glückliches Leben führt, und zum Schluss ihren Traummann heiratet. Es ist ein Gefängnis. König Isaak ist ein Tyrann. Er hat mir alles genommen, und ich kann nicht vergessen, dass du es warst, der dafür verantwortlich ist.“ Ich presste die Lippen aufeinander, und rang erneut mit den Tränen. Ich hatte ihn nicht noch mehr verletzten wollen, aber sein Schweigen sagte mir, dass ich genau das getan hatte.
Wir saßen schweigend da, keiner wusste was er sagen sollte. Jedes Wort schien auf einmal falsch zu sein, und für nur noch mehr Kummer zu sorgen. Warum konnte ich nicht einfach zu ihm gehen, und in seinen Armen alles vergessen? Das war das was ich mir wünschte, aber ich konnte es einfach nicht. Der kleine schwarze Fleck in mir, ließ das einfach nicht zu. Als die Stille zu erdrückend wurde, stand Raphael auf, und ging zur Tür.
„Geh nicht“, bat ich. „Bleib bei mir.“ Meine Worte überraschten nicht nur ihn, aber ich wollte jetzt nicht alleine sein, und ich wollte nicht dass er ging. „Lass mich nicht wieder allein.“
Für einen Moment sah es so aus, als würde er seinen Ohren nicht trauen. Dann schloss er die Tür, und kam zu mir, streckte mir die Hand entgegen, um mir hoch zu helfen.
Hand in Hand legten wir uns ins Bett. Es war ein komisches Gefühl ihn so bei mir zu wissen, und irgendwie war es auch sehr verkrampft. Unter der Decke kuschelte ich mich in seine Arme. Egal was er getan hatte, ich sehnte mich nach ihm, und war froh, dass er bei mir war. Vielleicht war es nur für den Moment, aber ich brauchte das einfach.
Seine Hände strichen über meine Rücken. Ich konnte seinen Herzschlag spüren, der ein bisschen zu schnell schlug. Den Kuss den er mir auf die Stirn drückte war wie ein warmes Licht, das mich bis ins Innerste erwärmte. Ich hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte, aber hier und jetzt brauchte ich ihn einfach bei mir. „Danke“, flüsterte ich.
„Du brauchst dich nicht zu bedanken.“ Er drückte mich etwas fester an sich. „Ich werde dich nie wieder alleine lassen.“
Ich wollte ihm glauben, so sehr, aber in den letzten Wochen hatte ich eins mehr als deutlich gelernt: vertraue niemanden außer dir selbst, und schon gar nicht jemanden, der mir schon so viel Schmerz beigebracht hatte.
Ich vergrub mein Gesicht an seiner Brust, und erlebte eine der wenigen Nächte, in denen ich Traumlos blieb. Als ich Stunden später erwachte, tat die Sonne es mir gleich. Langsam kroch sie den Himmel hinauf. Noch schlaftrunken richtete ich mich auf, schob mir ein paar wirre Strähnen aus dem Gesicht, und bemerkte dass ich allein war. Raphael lag nicht mehr bei mir. So schnell hatte er also sein Wort gebrochen. Es war kaum eine Nacht vergangen, und wieder hatte er mich allein gelassen. Vielleicht gab ich der ganzen Sache zu viel Gewicht, wahrscheinlich war er aufgewacht, und war gegangen, um mich nicht zu stören, oder er hatte einfach mal pinkeln müssen, aber ich fühlte mich doch wieder betrogen. Sydney hatte mehr als eine Nacht bei mir verbracht, und auch wenn er vor mir wach war, hatte er mich doch nie alleine gelassen. Er hätte … oh Gott. Jetzt fing ich auch noch damit an, die beiden miteinander zu vergleichen. Ich schlug die Hände vors Gesicht, und mahnte mich selber, das besser nicht zu tun. Das würde mich nicht glücklich machen. Aber eigentlich war das auch egal. In der letzten Zeit hatte es nur wenige glückliche Momente in meinem Leben gegeben, und bei vielen davon war Sadrija beteilig gewesen. Ein kleines, unschuldiges Mädchen, das genau wie ich in der Falle saß, doch im Gegensatz zu mir, wusste sie das noch nicht.
Ich ließ die Hände auf die Decke sinken, und sah aus dem Fenster. Wie es der Kleinen wohl ging? Wahrscheinlich nicht allzu gut. Sie war genau wie ich eine Gefangene in einem goldenen Käfig, nur mit dem Unterschied, dass ich ihm entkommen war, und zum Teil war das nur dank ihr möglich gewesen. Mir kam mein Versprechen in den Sinn, und ehe ich es mir anders überlegen konnte, schlich ich aus meinem Zimmer ins Wohnzimmer zu dem alten Telefon auf dem Schrank neben der Tür. Ich wählte meine eigene Handynummer. Es war zwar erst kurz nach fünf am Morgen, aber wenn ich Sadrija richtig einschätze, würde sie rangehen, weil sie auf diesen Anruf wartete.
Im ganzen Haus war es still. Ich setzte mich neben dem Schrank auf den Boden, und wartete. Schon beim zweiten Klingeln wurde abgenommen. „Hallo?“
Ein Gefühl von Glück durchströmte mich, als ich die Mädchenstimme hörte. Ich schloss die Augen, und lehnte meinen Kopf an die Wand. „Hi Süße, ich bin es, Cheyenne.“
„Warum rufst du erst jetzt an?“, schimpfte sie.
Das zauberte ein Lächeln in mein Gesicht. „Tut mir leid, ich bin vorher noch nicht dazu gekommen. Wie geht es dir?“
„Mir geht es gut, aber seit du weg bist, ist hier die Hölle los. Großvater ist völlig ausgeflippt, als er davon erfahren hat. Ich bin mit dem Brief zu Mutter gegangen, so wie du es gesagt hast. Sie hielt es zuerst für einen Scherz von mir, aber dann haben sie Umbra Drogan im Schrank gefunden, und die Wächter alarmiert, und dann waren plötzlich alle wach, obwohl es draußen noch dunkel war, und alle haben nach dir gesucht, und ich hab niemanden gesagt wo du bist.“
Ach ja, den hatte ich ja schon vergessen. „Wie geht es Umbra Drogan? Ich hoffe er ist nicht ernstlich verletzt.“
„Nein, nein, mit dem ist alles okay.“
„Hat er etwas gesagt? Hat er dich gesehen, in meinem Zimmer?“ Das war eine wirklich gute Frage. Sadrija hatte hinter der Tür gestanden, und wenn er sie gesehen hatte, dann wäre die Kleine jetzt sicher in Schwierigkeiten. Warum hatte ich nicht früher daran gedacht? Ach ja, weil ich mit meiner Flucht beschäftig war.
„Ich glaube nicht.“
Gott sei Dank.“
„Großvater ist ziemlich sauer auf ihn. Und auf Umbra Carel.“ Es raschelte auf ihrer Seite des Telefons. „Sagt mal, ich hab gehört, dass du auf einem Motorrad verschwunden bist, stimmt das?“
„Ja, ein paar Freunde haben mich abgeholt.“
„Und wo bist du jetzt?“
„Das kann ich dir nicht sagen.“ Nicht dass ich ihr nicht vertraut hätte, aber je weniger sie wusste, umso weniger würde ich sie belasten. Immerhin war sie noch ein kleines Kind. „Aber keine Sorge, mir geht es gut.“
„Ich mache mir keine Sorgen“, sagte sie ernst. „Weiß du, ich bin nicht die einzige, die sich das gefragt hat. Alle anderen tun das auch, und ah … weißt du was, Berater Egon ist gestern wieder gekommen. Er ist voll ausgerastet, als er das mit dir erfahren hat. Er hat Onkel Manuel angegriffen.“
„Was?“ Entsetzt riss ich die Augen auf. Mein Vater war wieder im Hof? Plötzlich war alle Müdigkeit wie weggeblasen. „Was soll das heißen, er hat Prinz Manuel angegriffen?“
„Na ja, Onkel Manuel war auch sauer, so wie Großvater, und hat über dich geschimpft, da hat Berater Egon sich verwandelt, und ihn angegriffen. Das war echt schlimm, ich hatte wirklich Angst, dass er Onkel Manuel wehtut.“
Verdient hätte er es jedenfalls. „Und wo ist Pa … äh Berater Egon jetzt?“
„Keine Ahnung. Mutter ist dazwischen gegangen, und hat Onkel Manuel gerettet. Sie hat Berater Egon weggeschickt, und ihn“, Sadrija kicherte. „Sie hat ihn einen hirnlosen Affenpopo genannt.“
Oh Gott, so ein Schreck am frühen Morgen. „Es geht ihm also gut?“
„Ja, Onkel Manuel hat zwar ein paar Kratzer abbekommen, aber nichts Schlimmes.“
Klar dass sie dachte, dass ich vom Prinz sprach. Sie kannte meinen Vater nur als Berater, sie wusste nicht wer er wirklich war, wer er einst gewesen war. „Nein, ich meinte Berater Egon, wie geht es ihm?“
„Gut glaube ich. Er war zwar wütend als er ging, aber ich glaube er war nicht verletzt.“
Gott sei Dank. Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen, dass mein Vater so ausflippt, wenn er erfuhr, dass ich abgehauen war, aber nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass er seinen Bruder, oder einen anderen aus der Familie der Alpha angreifen würde. Er war doch immer so sanft.
„Den anderen Brief habe ich auch abgegeben“, sagte sie in meine Gedanken hinein. „Du weißt schon, den an Sydney.“
Sydney …
Mein Vater war plötzlich vergessen. Als ich seinen Namen hörte, wanderten meine Gedanken an unseren letzten Abend zurück, der Kuss unter dem Baum. „Wie geht es Sydney? Hat er meinen Brief gelesen?“
„Ja. Ich bin nachts zu ihm geschlichen. Du hast ja gesagt, dass keiner davon etwas wissen soll. Ich hab ihm dem Brief gegeben, aber er ist … er ist irgendwie traurig, seit du weg bist.“
Ich schloss die Augen, und beschwor sein Bild herauf. „Aber ansonsten geht es ihm gut?“
„Ja. Er ist halt nur traurig. Ich glaub er vermisst dich.“
Ich vermisste ihn auch. So sehr, dass es schon fast wehtat. Nie hätte ich damit gerechnet, dass er in so kurzer Zeit einen so bedeutsamen Platz bei mir finden würde. „Sag Sydney, dass es mir gut geht, und er sich keine Sorgen machen soll. Sag ihm aber nicht, woher du das weißt. Wenn er fragt, sag ihn einfach, dass ich dir verboten hätte darüber zu sprechen.“
„Mach ich.“
„Und sag ihm, dass er nicht traurig sein soll. Er soll …“ Seinen stechenden Blick spürte ich auf mir, bevor ich ihn sah, und roch. Wie aus dem Nichts stand Raphael plötzlich vor mir, und sah mit einem Blick auf mich herunter, den ich nicht deuten konnte. Na toll, das hatte mir echt gefehlt. „Sadrija, ich muss Schluss machen.“
„Jetzt schon?“ Sie stöhnte. „Aber du hast doch gerade erst angerufen.“
„Ich melde mich wieder, versprochen. Und bleib artig.“
„Muss ich wirklich?“
Die Kleine war einfach nur süß. „Übertreib es jedenfalls nicht, und denk dran zu … zu ihm zu gehen, und ihm meine Nachricht zu bringen.“
„Okay.“
„Bis dann.“ Ich legte den Hörer auf, ohne Raphael dabei aus den Augen zu lassen. Wie er mich ansah, gefiel mir nicht. Es erinnerte mich an eine Katze, die eine Maus vor der Nase hatte, und nur darauf wartete, sich auf sie zu stürzen. Ich schob mich an der Wand hinauf, damit ich auf gleicher Höhe mit ihm war, na ja, mehr oder weniger jedenfalls, schließlich war er fast einen Kopf größer als ich, nicht so wie Sydney, dem ich auf gleicher Augenhöhe begegnen konnte.
Schweigend starrte er mich an. Er öffnete den Mund, und schloss ihn dann wieder, nur ihm ihn gleich wieder zu öffnen. „Wer ist Sydney?“
O-kay, die Frage überraschte mich. Ich hatte eher damit gerechnet, dass er mir Vorhaltungen machte, weil ich im Schloss angerufen hatte. Er musste einfach kapiert haben, dass ich eben mit meiner Cousine telefoniert hatte, und trotzdem fragte er nach Sydney. Warum? „Es ist unhöflich zu lauschen.“
Sein Blick verdüsterte sich. „Ich habe nicht gelauscht. Ich war im Bad, und als ich raus kam, habe ich dich hier reden gehört.“
„Und dann hast du gelauscht.“
Meinen Kommentar wurde geschlissen ignoriert. „Du hast meine Frage nicht beantwortet.“
„Und das werde ich auch nicht, weil es dich absolut nichts angeht.“ Warum ich ihm nicht einfach sagte, wer Sydney war, war ganz klar: ich wollte nicht, dass Raphael von ihm wusste. Schon allein dass er nun den Namen kannte, war in meinen Augen zu viel.
„Es geht mich etwas an, wenn du damit unsere Mission in Gefahr bringst.“
„Sydney ist keine Gefahr.“ Zumindest nicht für die Mission. In Sachen Raphael sah das ganz anders aus. Ich wollte immer noch nicht wissen, was geschehen würde, sollten die beiden aufeinander treffen. Da konnte nichts Gutes bei rauskommen.
„Das kann ich wohl besser entscheiden als du, also sag es mir, wer der Kerl ist.“
Und da ging mir ein Licht auf. „Deine Eifersucht ist hier völlig fehl am Platz.“
Raphael ballte die Hände zu Fäusten. „Ich bin nicht eifersüchtig.“
„Ja, genauso wenig wie ich eifersüchtig war, als ich dich mit Jessica gesehen habe.“
„Das war etwas völlig anderes, Jessica ist nur ein dummes Mädchen.“
„Mag sein“, räumte ich ein. „Aber dieses Gespräch ist nun trotzdem beendet.“ Ich wandte mich von ihm ab, und wollte in mein Zimmer gehen, doch er packte mich am Arm, und riss mich zurück. Meine wölfische Seite erwachte aus ihrem Schlummer. Ein Knurren bahnte sich ihren Weg tief aus meiner Kehle. Oh mein Gott, ich knurrte Raphael an!
Überrascht lockerte er seinen Griff, und ich konnte mich losreißen.
„Sei vorsichtig“, warnte ich ihn, „ich bin nicht mehr die, die ich war.“
Sein kühler Blick war etwas völlig ungewohntes, es gefiel mir nicht. „Das sehe ich. Die Cheyenne die ich kannte, hätte mit mir geredet, und sich nicht wie ein Tier verhalten.“
Das reichte, damit ging er entschieden zu weit. Ich wurde richtig sauer, schließlich war es allein seine Schuld, was aus mir geworden war. Hart stieß ich ihn von mir, so dass er fast hinfiel, „Die Cheyenne die du kanntest ist tot“, knurrte ich. „Du hast dafür gesorgt, und das hier aus mir gemacht. Also tu gefälligst nicht so, als wäre ich hier die Schuldige!“
„Dafür dass du mir die ganze Zeit solche Vorwürfe machst, hängst du aber noch ganz schön an den Leuten im Schloss“, schoss er zurück. „Langsam frag ich mich, ob das Ganze nicht einfach nur eine schlechte Show deinerseits ist.“
Seine Worte machten mich rasend, und ich konnte gar nicht anders, als ihn ein weiteres Mal anzuknurren. Wie von selbst lösten sich Schwaden meines Odors von mir, und umschmiegten uns. Er zeigte darauf keine Reaktion, und das machte mich erstrecht sauer. „Pass auf was du sagst, Vampir!“
„Ach“, höhnte er, „sind wir jetzt schon so unpersönlich, uns mit Rassen anzusprechen, Werwolf?“
Langsam wurde ich richtig zornig. Jedes Mal wenn er den Mund öffnete, wollte ich einfach nur reinhauen. Er hatte nicht so mit mir zu sprechen. Nicht nach allem was geschehen war. Knurrend ging ich auf ihn zu, und erfreute mich daran, dass er vorsichtshalber einen Schritt zurück tat. Er war also doch nicht so dumm, wie er immer tat.
„Das kannst du sein lassen“, hörte ich Tristan sagen. Unison wandten Raphael und ich uns zur Treppe. Dort stand er. Verschlafen, in Boxershorts, und einem zerknitterten T-Shirt. „Er ist ein Vampir, er kann es nicht riechen.“
Mit Feuer in den Augen, fixierte ich Raphael.
Tristan stieg die Treppe zu uns herunter. „Was ist hier eigentlich schon wieder los? Ich dachte zwischen euch herrscht Waffenstillstand.“
„Tat es auch.“ Meine Stimme war tiefer als gewohnt, und immer noch mit einem leicht knurrenden Ton versehen. „Aber ich kann es nicht leiden belauscht zu werden.“
„Sie hat im Schloss angerufen“, sagte er schlich, und so ruhig, das ich ihm dafür am liebsten den Hals umgedreht hätte.
„Ach, jetzt geht es plötzlich darum?“, fuhr ich auf. „Eben hast du noch versucht herauszufinden, wer Sydney ist, da war es dir ganz egal, wo ich angerufen hatte!“
„War es nicht!“, brüllte er zurück.
„Und warum hast du dann nach Sydney gefragt, und nicht nach Sadrija?“
„Sydney?“, unterbrach Tristan, bevor Raphael etwas erwidern konnte. „Sydney Frey? Der oberste Schreiber im Hof?“
Na super, Tristan kannte ihn offensichtlich. In dem Moment war Schweigen Gold, also hielt ich einfach meine Klappe. Es ging keinem von beiden an, wer Sydney war, und was es mit ihm auf sich hatte.
„Ein Schreiber?“ Raphael wirkte nach meinem Geschmack plötzlich ein bisschen zu erheitert. „Du schickst einem Schreiber Briefchen?“
„Und? Er war wenigstens da, als du es nicht warst!“, giftete ich ihn an.
„Das konnte ich ja wohl schlecht. Du hast mich davongejagt, und außerdem warst du im Schloss. Wie bitte hätte ich da zu dir kommen können?“
„Drei Tage“, sagte ich.
„Was?“
Drei Tage!“ Meine Stimme klang zu schrill. „Du hast versprochen mich am dritten Tag abzuholen, versprochen, aber du warst nicht da! Du hast nicht mal versucht zu mir zu kommen, du hast nicht mal versucht mich zu erreichen, du hast nicht …“
„Ich hab dich angerufen!“, schrie er zurück. „Immer wieder habe ich dich angerufen!“
Oh nein, das konnte doch nicht wahr sein. „Du warst der stille Anrufer?“
„Ja.“ Er zögerte, biss sich auf die Lippe. „Ich … ich musste einfach wissen, wie es dir geht und … ach kacke.“ Wütend schmetterte er die Lampe vom Beistelltisch. Sie krachte gegen die Wand, und zerbarst dort. „Vergiss es einfach.“
„So wie du dein Versprechen vergessen hast?“ Warum konnte ich nicht einfach aufhören? Warum konnte ich mich nicht einfach umdrehen und gehen?
„Da ging es um ein Internat, und du hast mich noch nicht gehasst.“
„Nein, du hast recht. Wirklich angefangen zu hassen habe ich dich erst, als ich von der Maki…“ Er ragte so plötzlich vor mir auf, dass ich automatisch einen Schritt zurückging.
„Das war kein verdammtes Internat. Woher hätte ich wissen sollen, dass du wolltest, dass ich dich hole?“
„Du hättest bei deinen Anrufen einfach mal ein Ton sagen können, und mich nicht stillschweigend aushorchen!“ Zu einer Erwiderung gab ich ihm keine Gelegenheit. Ich hatte die Schnauze gestrichen voll, und würde ihn sicher gleich erwürgen, wenn ich mir noch länger seine Auslegungen der Geschichte anhören müsste.
Ich schlug meine Zimmertür mit einem Knall hinter mir zu, und fuhr wütend herum, als sie gleich darauf wieder geöffnet wurde. Aber es war nicht Raphael, der mir da gefolgt war, sondern Tristan, und ich musste mich am Riemen reißen, um ihn nicht an Stelle seines Bruders eine zu klatschen. Ich konnte meine Wut nicht an ihm auslassen. Stattdessen musste das Buch auf meinem Nachtisch dran glauben. Ich riss die Seiten raus, zerstörte den Einband, und stand dann schwer atmend in einem Meer aus Blättern.
Tristan wartete geduldig, bis ich mich soweit runter geregelt hatte, bevor er den Mund öffnete. „Es ist gefährlich in deiner Situation im Schloss anzurufen.“
„Keine Sorge, ich war nicht so dumm eine Nummer von dort zu wählen. Ich habe mein eigenes Handy angerufen.“ Verwirrt und erschöpft sank ich aufs Bett. „Ich musste einfach anrufen.“
„Warum?“ Aus seiner Stimme klang kein Tadel, nur ehrliche Neugierde.
„Weil ich es versprochen hab.“ Ich stützte das Gesicht in meine Hand. „Weißt du, ich bin da nicht alleine raus gekommen, ohne Sadrija hätte ich das nicht geschafft. Sie war die Einzige, der ich mich anvertrauen konnte. Sie hat mir sehr geholfen, und ich habe ihr versprochen, mich bei ihr zu melden.“
„Du hast ihr dein Handy gegeben?“
Ich nickte. „Es mitzunehmen erschien mir zu gefährlich. Wenn sie es bei ihr finden, ist es nicht so schlimm, und sie braucht mich. Du glaubst gar nicht wie einsam die Kleine ist.“ Ich seufzte. „Und ich hab sie einfach im Stich gelassen.“
Langsam löste Tristan sich von seinem Platz, und setzte sich neben mich, legte mir tröstlich den Arm um die Schultern. „Du hattest keine Wahl.“
Mag sein, und trotzdem änderte es nichts daran, dass ich sie zurückgelassen hatte, obwohl ich wusste, dass sie mich brauchte. Niemand sonst im Schloss hatte ihr sonst die Aufmerksamkeit gegeben, nach der ihr unschuldiges Herz lechzte.
„Darf ich dich mal etwas fragen?“
Ich zuckte die Achseln.
„Was hat es mit Sydney Frey auf sich?“
„Gar nichts“, log ich. „Er ist … war mein Mentor.“ Mehr sagte ich dazu nicht. Es war sowieso schon zu viel, dass sein Name überhaupt bekannt war, der Rest ging ihn nun wirklich nichts an. Besonders nicht der verwirrende Teil meiner Gefühle, und unser letztes Zusammensein. Aber eines interessierte mich noch. „Woher kennst du ihn?“
„Ich kenne ihn nicht. Mein Schwager hat früher im Schloss gearbeitet, er ihn ein paar Mal erwähnt.“
Also ganz harmlos.
„Okay.“ Tristan drückt mich. „Mach dich fertig, wir müssen los.“
Irritier hob ich den Kopf. „Jetzt schon?“
„Du hast im Schloss angerufen, und wir können nicht wissen, ob dein Handy bei deiner Cousine nicht schon entdeckt …“
„Sie würde mich nicht verraten“, unterbrach ich ihn sofort.
„Das vielleicht nicht“, räumte er ein, „aber du kannst dir nicht sicher sein, ob der König sie nicht überwacht, sie vielleicht sogar dazu gezwungen hat, so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Wir können uns einfach nicht sicher sein, und ich will es nicht riskieren hier zu sein, falls wirklich Wächter auftauchen.“
Verdammt, da hatte er recht. Sadrija würde dicht halten, das wusste ich, aber ich konnte mich nicht sicher sein, das König Isaak mein Handy nicht schon bei ihr ausgemacht hatte. Und wenn dem so wäre, bräuchte er nur warten bis ich mich meldete – was ich getan hatte – um mich dann frisch fröhlich einzukassieren. „Gib mir zehn Minuten, dann können wir los.“
„Okay, und hey, es wird schon alles wieder gut werden.“ Er drückte mich noch einmal. „Durch die Gegend zu reisen ist gar nicht so schlimm. Manchmal macht es sogar Spaß.“
Ich lächelte ihn an, aber es war nicht zu verkennen, dass es gezwungen war. Das ging alles so schnell. Die Zeit in Omimis Haus hatte ich gar nicht richtig auskosten können, und schon musste ich wieder weiter.
Tristan ließ mich alleine, damit ich mich umziehen konnte. Meine Sachen von gestern tauschte ich gegen eine Jeans und ein freizügiges, schwarzes Tanktop ein, und flocht meine Haare zu einem Zopf, der mir bis über den Po reichte. Dann sammelte ich meine wenigen Habseligkeiten ein, steckte ein Teil des Geldes in meine Hosentasche, und ließ mein Blick ein letztes Mal durch mein Zimmer schweifen. Ich würde nicht mehr hier her zurückkommen, und das machte mich traurig.
Als ich mein Zimmer verließ, um zu den Jungs in die Wohnstube zu stoßen, wusste ich, dass ich mit dem Verlassen des Hauses auch den Rest meines noch übrig gebliebenen Lebens hinter mir ließ.
Die Jungs standen schon fertig im Wohnraum, und warteten auf mich. Tristan in Jeans, und einem weißen T-Shirt, und Raphael in kurzen Hosen, und blauen Hemd. Beide hielten in ihren Händen die Motorradtaschen, die sie vor zwei Tagen mit ins Haus genommen hatten. Ein Leben aus Taschen. Sie kannten es schon, für mich würde es etwas völlig neues werden. „Okay, ich bin so weit.“ Ich wollte zur Tür, als ich den seltsamen Blick von Tristan bemerkte. Zuerst glaubte ich dass er mir auf die Brust starrte, und wollte ihn schon ermahnen, aber dann merkte ich, dass er sich das Zeichen von Chaim ansah, das mich als Prinzessin von Blut auszeichnete. Er kam ein Schritt näher, und berührte mit dem Finger den Vollmond, der in meiner Halskuhle ruhte. Eine Art Energie floss in mich. Es war angenehm, hatte etwas Vertrautes. Ich spürte die Zusammengehörigkeit, er war Teil meines Rudels. Ruhe erfasste mich, und ich schloss für einen Moment die Augen. Einen anderen Werwolf bei mir zu haben, tat gut.
„Wenn ihr dann fertig seid, könnten wir dann gehen?“ Raphaels Worte waren so kalt, dass ich gar nicht anders konnte, als ihm einen bösen Blick zuzuwerfen. Tristan ließ verlegen die Hand sinken, und wandte sich ab.
„Ja, wir können gehen.“
Raphael folgte seinem Bruder mit einem vernichtenden Blick, als dieser aus dem Haus ging. Ohne darauf zu achten, folgte ich ihnen. Wir holten die Motorräder aus dem Schuppen, verstauten die Taschen, und setzten unsere Helme auf. Als ich mich dann hinter Tristan auf die Maschine schwang, war dieser verwirrt, und Raphael stinksauer. Das konnte ich daran erkennen, dass er mit seiner Maschine losbrauste, ohne auf uns zu warten. Es war mir egal. Wir würden Stunden unterwegs sein, und ich hatte keine Lust sie bei jemanden zu verbringen, mit dem ich mich die ganze Zeit nur stritt. Creme Gegen Pigmentflecken Im Gesicht Test Darf „Gibst du mir bitte die Mayo?“
Tristan, der neben mir saß, griff in die Papiertüte, und suchte zwischen Bürgern und Fritten das kleine Tütchen mit der Soße für meine Pommes raus. Es war Stunden her, dass wir Vöhl verlassen hatten, der Mittag war schon lange angebrochen. Noch ein bis zwei Stunden und wir würden die Grenze nach Holland überqueren.
Ich quetschte das Tütchen auf meiner Serviette aus, stuckte eine Fritte hinein, und sah mich auf dem Rastplatz um, an dem wir halt gemacht hatten, um uns unser Essen von McDoof schmecken zu lassen. Es war nur einer von vielen, sah aus wie jeder andere an den Autobahnen. Großer Parkplatz, Picknicktische, fest im Boden verankerten Bänke, ein kleines Toilettenhaus, und jede Menge Müll neben den Eimern. Man sollte doch meinen, wenn man sich schon die Mühe macht zu den Mülleimern hinzugehen, dass man seine Reste dann auch in den Behälter werfen könnte.
Außer uns befanden sich noch eine Handvoll anderer Autos auf dem Rastplatz. Der Picknicktisch neben unserem war belegt. Zwei Männer in Anzug und Krawatte hatten sich dort nieder gelassen, und brüteten über einem Notebook.
Eine weitere Fritte fand den Weg in den Mund, als der Mann mit dem Nussbraunen Haar von seinem Bildschirm aufsah, und meinem Blick begegnete. Er lächelte mich freundlich an, und wandte sich dann wieder seiner Arbeit zu.
Mit einem Knurren bedankte mein Magen sich für die erste Speise des Tages. Jetzt war ich zwar fort aus dem Schloss, und die Gesellschaft bei Tisch hatte sich verbessert, aber häufiger essen tat ich deswegen noch lange nicht. Eigentlich traurig.
Irgendwie schon seltsam, dachte ich, dass Anzugträger auf einem Rastplatz arbeiteten. Die hatten doch sicherlich ein nettes Büro mit Klimaanlage, wo einem nicht so viele Käfer um den Kopf schwirrten.
Tristan griff erneut in die Tüte, und wedelte dann mit einem Burger vor meiner Nase herum. Von dem leckeren Duft lief mir der Speichel im Mund zusammen. Burger und Fritten waren wirklich das leckerste Essen, was die Menschheit je erfunden hatte. Naja, von Schokolade und Banana Split mal abgesehen. „Danke.“ Ich nahm ihn, und wickelte das Papier ab.
Raphael griff von der anderen Seite des Tisches rüber, und stibitzte sich eine Pommes von seinem Bruder. Es gab wohl einfach Dinge, die änderten sich nie, ganz egal wie sehr die Welt aus den Fugen geriet.
„Wach ich noch ragen wochte …“
„Was?“ Das kam von Tristan. Raphael hatte mich mit keinem Wort mehr gewürdigt, seit wir aus dem Bauernhaus verschwunden waren. Ob er nun sauer war, weil ich bei Tristan mitgefahren war, oder weil ich ihm nicht von Sydney erzählt hatte, konnte ich nicht sagen, aber er strafte mich jedenfalls mit eisigem Schweigen. Wenn er es so wollte, bitte. Wenn er so ein Kind war, dass er wegen so etwas banalem beleidigt war, sollte er in seiner eigenen Suppe schmoren.
Ich schluckte meinen Bissen herunter, und versuchte es noch einmal. „Was ich noch fragen wollte, das mit den Namen, also die Papiere. Ich verstehe ja, warum ich welche benötige, aber warum ihr? Ihr seid doch nicht auf der Flucht, und warum kennt Maggy eure echten Namen nicht?“
Tristan zuckte die Achseln. „Ob du es glaubst oder nicht, nach uns wird gesucht.“
Ich war nicht ganz sicher, ob mich das jetzt überraschte. Hm, eher nicht. „Was habt ihr angestellt?“ Ich biss ein großes Stück vom Cheeseburger ab. Ketchup lief mir aus dem Mundwinkel, den ich mit Zunge einfach wegleckte.
„Wir arbeiten für die Drachen“, sagte Tristan leicht hin. „Da läuft nicht immer alles so wie es das Gesetz vorschreibt. Außerdem haben wir einen schlechten Einfluss auf eine gewisse Prinzessin. Das wird nicht gerne gesehen.“
Schlechter Einfluss also. Das war eine interessante Auslegung für die Dinge. Mein Blick schweifte über den Rastplatz, und begegnete wieder dem Mann mit dem Anzug. Er zwinkerte mir zu. Na toll, ein alter, lüsterner Knacker, igitt! Ich streckte ihm die Zunge raus, und vertilgte den Rest meines Burgers.
„Du musst dir merken Cheyenne“, führte Tristan fort, „egal wen wir auf unserer Reise begegnen, du wirst dich ab jetzt immer mit Chantal vorstellen. Die Einzigen die dich bei deinem richtigen Namen kennen dürfen, sind wir.“ Er machte eine Geste, die ihn und Raphael einschloss.
„Warum?“, wollte ich wissen.
„Sicherheitsmaßnahme. Je weniger Leute wissen, wer wir wirklich sind, desto weniger laufen wir Gefahr, erwischt zu werden.“
Das hörte sich ja so an, als wär ich in einem schlechten Krimi gelandet. „Wer sollte uns schon verpfeifen?“ Ich steckte eine weitere Fritte in den Mund, und sah nach, ob der Kerl mich immer noch beobachtete. Als er meinen Blick bemerkte, wandte er sich schnell seinem Notebook zu. Ich runzelte die Stirn. Was sollte das denn?
„Du meinst abgesehen von Wächtern, Umbra, Werwölfe im allgemein, Sklavenhändler …“
„Ja, ja, schon kapiert, die ganze Welt ist gegen uns.“
Tristan sah mich ernst an. „Das ist kein Spiel, Cheyenne. Da wir dich mitgenommen haben, sind wir nicht mehr nur auf der Suche nach Vivien, sondern Gleichzeitig auch auf der Flucht, wie du es gerade so schön ausgedrückt hast.“
„Ich weiß“, seufzte ich, und riskierte einen weiteren Blick an den Nachbartisch. Der Kerl beobachtete mich immer noch aus den Augenwinkeln. Sollte ich ihm vielleicht einen Mittelfinger zeigen, damit er verstand, dass er sich seine Blicke und sein Gezwinker sonst wo hin stecken konnte? Alte Kerle die auf junge Mädchen abfuhren, waren doch wirklich das Letzte. Außerdem sah er doch, dass ich hier mit zwei Jungs saß, mit zwei die wesentlich besser aussahen, und eher meinem Alter entsprachen. Da konnte er sich doch denken, dass er bei mir an der falschen Adresse war.
„Vergiss das nicht“, mahnte Tristan.
Das würde ich sicher nicht. Jetzt war alles anderes, und das musste ich begreifen. Wenn sie sagten, dass niemand meinen richtigen Namen erfahren sollte, dann sollte ich mich daran halten. Die beiden waren schließlich schon länger unterwegs, und hatten damit viel mehr Erfahrung als ich. „Und“, fragte ich dann, „was passiert wenn wir in Amsterdam sind?“
„Wir sehen uns in der Szene um. Besuchen Clubs, schmuggeln uns in geheime Gesellschaften. Eben überall dorthin, wo normalerweise Sklaven zu finden sind.“
Ein kurzer Blick genügte, um mir zu zeigen, dass der Kerl sein Interesse an mir immer noch nicht verloren hatte. Konnte er nicht endlich aufhören zu gaffen? Das nervte. Echt! „Das hört sich ja an, als wäre das Ganze ein Spaziergang.“
„Schön wäre es, aber leider ist es nicht so einfach.“ Er nahm die letzten drei Pommes von seiner Serviette, und ließ sie in seinem Mund verschwinden, bevor Raphael auf die Idee kam, ihm die auch noch abspenstig zu machen. „Aber es ist schwer, die Sklaven von den einfachen Arbeitern zu unterscheiden. Außerdem sind sie nicht überall zu finden.“
„Und wie finden wir sie dann?“ Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie es Raphael in den Fingern juckte, sich jetzt an meinen Pommes zu verlustieren, doch er entschied sich dafür, dass er noch viel zu beleidigt war, um das zu tun, und biss stattdessen in seine Burger. So ein Kind!
„Indem wir suchen …“
Der Kerl am Nebentisch zog sein Handy heraus, und warf mir bei seinem Gespräch ständig heimliche Blicke zu.
„… wir müssen einen Weg zu den Sklars finden, irgendwie in die Szene reinkommen, erst danach können wir mit der eigentlichen Suche beginnen. Es wird schon ein paar Tage in Anspruch nehmen, bevor wir überhaupt eine Ahnung haben werden, wo wir suchen müssen …“
Mr. Anzugträger steckte das Handy weg, warf mir einen nervösen Blick zu, und flüsterte dann seinem Tischnachbarn etwas zu.
„… erst dann beginnt die eigentliche …“
„Was gibt es denn da ständig zu sehen?“, unterbrach Raphael in ihn unsanft, und folgte meinem Blick an den Nebentisch.
Es konnte sprechen! „Der Kerl da beobachtet mich die ganze Zeit so komisch.“
Tristan und Raphael folgten mit den Augen meinem ausgestreckten Zeigefinger.
„Verdammt“, fluchte Raphael.
Tristan erhob sich. „Wir gehen.“
Verwirrt sah ich von einem zum anderen. „Was ist denn los.“ Ich kletterte über die Bank, und nahm meine Tasche auf den Rücken.
„Werwolf“, knurrte Tristan, und führte mich am Elenbogen von den Tischen fort.
Der Anzugträger sprang auf, und eilte uns hinterher. „Entschuldigen Sie“, rief er. Tristan zog mich einfach weiter. Wir eilten mit schnellem Schritt zu den Motorrädern, aber der Mann war schneller, und hatte uns kurz darauf eingeholt. Er packte meinen Arm mit festem Griff.
„Hey!“ Als ich versuchte meinen Arm zu befreien, drückte er fester zu. Verflucht noch eins, ich hasste Werwolfskräfte.
„Entschuldigen Sie, aber vielleicht können sie mir helfen.“
„Kann sie nicht.“ Die dunkle drohende Stimme von Raphael schien nicht von dieser Welt. „Und jetzt Pfoten weg, oder ich werde sie entfernen.“
„Ich fürchte dass das nicht geht“, sagte der Mann bedauernd, und nahm das Zeichen von Chaim in Augenschein. „Noch nicht jedenfalls.“
Au scheiße, der wusste wer ich war! Jetzt wurde ich leicht panisch, ich wollte nicht zurück. Ich riss an meinem Arm, aber er ließ nicht von mir ab. Mehr brauchte Raphael nicht. In nächsten Moment stürzte er sich auf Mr. Anzug, und knallte mit ihm zusammen auf den Boden. Ich wurde mitgerissen. Tristan konnte mich nicht halten, und ich stürzte auf die Knie. Meine Hose riss auf, und kleine Steinchen bohrten sich in meine Haut.
Der zweite Anzugtyp war plötzlich auch da, und zog Raphael von seinem Kollegen runter. Tristan wollte seinem Bruder helfen, als wir die Motorgeräusche hörten. Mit quietschenden Reifen und Bremsen führen drei Motorräder, und ein schwarzer Geländewagen auf den Rastplatz. Der Wagen stand noch nicht richtig, als schon drei Wächter aus dem Auto sprangen, und mit gezückten Waffen auf uns zielten. Genau gesagt, auf Tristan und Raphael. Der Vampir neben mir fluchte, und ließ von Mr. Anzug ab, aber nicht ohne ihm noch einen letzten Tritt in die Magengegend zu versetzen.
Meine beiden Jungs schoben sich schützend vor mich, während ich zurück auf die Beine fand. Die Anzugträger sahen schnell zu, dass sie weg kamen, und beobachteten uns aus einer sicheren Entfernung. Ich warf den beiden einen finsteren Blick hinterher. Mein Knie schmerzte, und ich spürte, dass ich mir die Haut abgeschürft hatte, aber ich war viel zu sehr damit beschäftigt mit Entsetzten anzusehen, wie sich die sechs Wächter um uns positionierten, um es wirklich zu registrieren. Breitbeinig, die Mündungen der Waffen auf uns gerichtet, standen sie da.
Die Wagentür hinter ihnen schlug zu, und ein Umbra, eine Frau mit kurzen schwarzen Haaren, kam zwischen den Wächtern auf uns zu. Ihre Haltung war bedrohlich, und das gefühlskalte Gesicht hatte ich schon zu oft bei anderen im Schloss gesehen. Sie selber aber war mir völlig unbekannt. „Gebt die Prinzessin raus, und wir bleiben friedlich. Wir wollen nur Prinzessin Cheyenne.“
Raphaels Muskeln spannten sich an. „Ich glaube aber nicht, dass sie mit Ihnen gehen will.“
Ich hörte das Klicken, als die Waffen entsichert wurden.
„Ich werde euch kein zweites Mal bitten“, drohte die Frau.
Vor meine Augen erschien plötzlich ein Blutbad. Knallende Waffen, und Tristan und Raphael die zu Boden gingen, weil sie mich beschützen wollten. Das konnte ich nicht zulassen. Ich quetschte mich zwischen den beiden Kerlen nach vorne, und fixierte die Werwölfe, die mich zurück in mein Gefängnis schleifen wollten. „Waffen runter“, knurrte ich sie an. Keiner bewegte auch nur einen Muskel. „Das war ein Befehlt!“, bellte ich die Sieben an. Mein Odor brach sich los, und schlug den Wächtern so heftig entgegen, dass sie zusammenzuckten. „Und auch ich wiederhole mich nicht“, fügte ich hinzu.
Zögernd senkten sie Wächter die Waffen. Einen direkten Befehl von einem Alpha konnten sie nicht ignorieren.
„Ich liebe Powerfrauen“, flüsterte Raphael hinter mir.
Dem Drang ihm den Elenbogen in den Magen zu rammen, unterdrückte ich. Für den Moment. Später würde ich dafür sicher noch Zeit finden.
Die Wächter wirkten alle etwas unsicher, nur die Umbra ließ sich keine Gefühlsregung anmerken. „Prinzessin Cheyenne.“ Sie verbeugte sich, wie es die Regel vorschrieb. Dafür hasste ich sie sofort. „Wir sind gekommen, um Euch nach Hause zu bringen, und ich würde es vorziehen, wenn ihr uns aus freien Stücken begleitet. Wenn nicht sind wir befugt, Euch mit den nötigen Mitteln zurück ins Schloss zu holen.“
„Wie nett“, spottete ich. „Aber ich hege keinerlei Bedürfnis mit Ihnen zurück aufs Schloss zu gehen. Wenn der König so auf Familienzuwachs steht, dann soll er sich noch ein paar Kinder in die Welt setzen, denn ich werde nicht mit ihnen gehen.“
„Dann lasst Ihr mir keine andere Wahl.“ Sie schnippte mit den Fingern, und augenblicklich setzten sich die Wächter in Bewegung. Sie selber stand so plötzlich vor mir, dass ich erschrocken ein Schritt zurück tat, und gegen Tristan prallte. Der Zog mich in einer schnellen Bewegung hinter sich, und schlug der Frau gleichzeitig den Arm weg, den sie nach mir ausgestreckt hatte.
Dann ging alles ganz schnell. Tristan teilte Schläge aus, und versuchte damit die Frau zurückzudrängen, aber die war eine fertige Umbra, und dem Aussehen nach zu urteilen, hatte sie schon einige Jahre Diensterfahrung. Sie traf mindestens doppelt so oft wie er.
Raphael musste sich unterdes gegen drei Wächter zur Wehr setzten. Irgendwie unfair. Ein Werwolf war einem Vampir kräftemäßig schon von Natur aus überlegen, und dann auch noch zu dritt auf ihn loszugehen war echt unterstes Niveau. Zum Glück machte er das durch seine Schnelligkeit wett. Es schien ihm sogar richtig Spaß zu machen, den Wächtern immer wieder durch die Lappen zu gehen, und sie mit Sprüche wie „zu langsam“ und „vielleicht das nächste Mal“ oder „jetzt hattest du mich fast“ zu verhöhnen.
Ich hatte währenddessen ganz andere Probleme. Die andren drei Wächter hatten mich in Sekundenschnelle eingekreist. Jegliche Bedrohlichkeit war von ihnen abgefallen. Mein Odor schüchterte sie einfach zu sehr ein, aber sie gaben nicht auf. Sie hatten Befehl mich zurück zu bringen, und sie hatten mehr Angst vor König Isaak, als vor mir. Aber so schnell ließ ich mich nicht einschüchtern, dafür war ich einfach zu weit gekommen. „Fasst mich an, und ich werde einem nach dem anderen die Knochen brechen.“ Sie wusste dass ich die Kraft dazu hatte, aber von meinen Hemmungen wussten sie hoffentlich nichts. Genauso hoffte ich, dass sie die Geschichten von Xaverine und Frau van Schwärn zu Ohren gekommen war. Ich war nicht stolz auf diese Taten, aber sie boten mir einen gewissen Schutz. „Das wäre nicht das erste Mal“, warnte ich.
In ihren Augen sah ich ein kurzes Aufflackern von Angst. Sie hatten also von meinen Taten gehört. „Wir müssen Euch zurück bringen“, sagte der, der direkt vor mir stand.
Von hinten schlang Wer seine Arme fest um mich. Die beiden anderen Wächter packten mich nur den Bruchteil einer Sekunde danach an den Armen. Verflucht, die hatten mich. „Lass mich los!“, schrie ich. „Nehmt eure dreckigen Pfoten von mir!“ Ich strampelte, und wehrte mich nach Leibeskräften, aber sie ließen nicht von mir ab. Zu dritt zerrten sie mich zu dem Wagen. „Raphael! Tristan!“
Mein Schrei lenkte den Vampir ab. Einer der Wächter landete einen Treffer, genau in seinem Magen. Er ging zu Boden.
„Nein, Raphael!“ Ich stemmte mich mit den Füßen gegen den Wagen, als sie mich hinein schieben wollten. „Nehmt eure Flossen von mir, ihr Missgeburten!“, brüllte ich sie an. „Lass mich los!“
Plötzlich verschwand der Druck hinter mir einfach. Einer der Wächter wurde von mir weggerissen, und dann noch einer. Der letzte sprang zur Seite, bevor Raphael auch ihn erwischen konnte. Ich knallte auf den Hintern, und konnte mich für endlose Sekunden nicht bewegen. Was ich da sah, konnte nicht real sein. Raphael trat und schlug, wen er nur erwischen konnte. Er traf Beine und Arme. Ich hörte ein Knacken, ich roch Blut und Schweiß, sah wie einer der Wächter mit dem Kopf auf dem Boden Schlug, und sich nicht mehr bewegte. Raphael schlug weiter auf ihn ein, er war wie im Rausch.
Dann hörte ich Tristan wütend brüllen, und erwachte aus meiner Erstarrung. Ich sah wie die Umbra ihn ihm Schwitzkasten hatte, und langsam aber sicher seine Luft abwürgte. Ohne zu zögern, sprang ich auf die Beine, und rannte zu ihm. Ich holte einfach aus, und schlug der Umbra mit all meiner Kraft auf den Kopf. Sie schrie nicht mal, sie sackte einfach in die zusammen, und blieb liegen. Ungläubig sah Tristan auf die Frau. Er atmete schwer, und rieb sich den Hals, ich konnte die Rötung sehen. Als ein weiterer Schrei über den Rastplatz hallte, fuhren wir beide herum.
Raphael schlug sich immer noch mit zwei der Wächter. Nicht der Vampir hatte geschrien, sondern der Mann, der zu seinen Füßen lag, und sich schützend die Arme um den Kopf geschlungen hatte, um Raphaels Tritte abzuwehren. Immer und immer wieder trat er zu.
„Er wird ihn umbringen“, flüsterte ich. Oh mein Gott. „Raphael hör auf!“, schrie ich ihn an.
Mitten in der Bewegung hielt er an. Schwer atmend, blutend, und zerzaust stand er da. Der Rausch in dem er steckte, ebbte ab. Verwirrt sah er auf das nieder, was er getan hatte. Der Mann zu seinen Füßen wimmerte leise vor sich hin, und der Wächter der noch stand, wagte nicht einmal sich zu bewegen. Weder um die Flucht zu ergreifen, noch um Raphael zu attackieren, er stand einfach nur da.
Hilflos sah Raphael zu mir. Es schien, als wüsste er selber nicht, was er da gerade getan hätte, noch wie er es geschafft hatte, fünf ausgebildete Wächter niederzuschlagen. Allein die Physik sagte, dass das unmöglich war.
„Komm.“ Tristan legte mir einen Arm um sie Schultern. „Lass uns verschwinden, bevor noch mehr von denen hier auftauchen.“ Seine Stimme hörte sich rau an. Er wollte mich zu den Motorrädern führen, aber ich nahm seinen Arm von meinen Schultern, und ging zu Raphael, der so verloren wirkte, als wüsste er nicht, wie er an diesen Ort gekommen war. „Lass uns gehen.“ Ich nahm seine Hand in meine, und drückte sie leicht. Egal was gerade geschehen war, meine Stimme hatte gereicht, um ihn daraus zu holen, und sie war es auch jetzt, die ihn dazu brachte, sich zu den Motorrädern zu bewegen.
Tristan saß schon auf seiner Maschine. Er reichte mir, und seinem Bruder die anderen Helme, und fuhr langsam los. In Schweigen setzten Raphael und ich uns auf sein Motorrad. Während wie anfuhren, fragte ich mich unablässig, was gerade geschehen war und wie zum Teufel es den Wächtern gelungen war, mich zu finden. Wenigstens auf die zweite Frage fand ich schnell eine Antwort. Der Mann im Anzug hatte mich erkannt, und verpfiffen. Es stimmte also, das Rudel war auf der Suche nach mir. Mein Bekanntheitsgrad war in den letzten Wochen wohl hör gestiegen, als ich mir das ausgemalt hatte, und nun musste ich dringend etwas tun um einen weiteren dieser Vorfälle zu verhindern, doch leider kam mir so schnell keine Idee, wie ich das anstellen sollte. Ich konnte mich ja nicht eben mal unters Messer legen, und mir ein neues Gesicht schnibbeln lassen.
Ununterbrochen kreisten meine Gedanken um diese Frage. Sowohl als wir über die Grenze fuhren – ohne Probleme dank der Neunen Papiere –, als auch dann als wir in eine kleine Stadt Namens Aalten fuhren, und an einer Tanke Halt machten, um uns Getränke, und was zum Abendessen zu besorgen.
Raphael wartete draußen, als Tristan an der Kasse stand, und ich durch die Regalreihen schlenderte. Und da entdeckte ich die Lösung für meine Probleme. Sie war eigentlich ganz einfach. Keine Gesichtschirurgie von Nöten, nur eine einfache Coloration. Ich kaufte sie, ließ sie in meinem Rucksack verschwinden, und stieg wieder zu Raphael auf die Maschine. Danach machten wir uns auf die Suche nach einer kleinen Pension für die Nacht. Heute würden wir es nicht mehr nach Amsterdam schaffen, und es dämmerte schon. Höchste Zeit sich ein bisschen auszuruhen.
Wir fanden ein kleines Motel, das zwar ziemlich heruntergekommen war, aber wenigstens Kakerlakenfrei. Der schmuddelige Mann an der Rezeption mit den Essensresten zwischen den Zähnen, verlangte für die Nacht Vorkasse, und gab uns dann die Zimmerschlüssel. Das Nebengebäude mit den Zimmern besaß zwei Etagen. Die Türen waren alle nach außen. Die Räume in der ersten Etage waren durch eine Treppe zu erreichen, die auf eine Galerie führte. Unser Zimmer war dort oben, genau in der Mitte.
Als ich es betrat, wurden meine schlimmsten Befürchtungen erfüllt. Ein großes Doppelbett mit Nachttischen, und ein kleiner Schrank in der Ecke, auf dem ein abgeranzter Fernseher stand, war alles was die Einrichtung zu bieten hatte. Es gab noch eine Tür, die in ein Bad führte. Es sah schon von hier aus schmuddelig aus.
„Willkommen im Plaza“, witzelte Raphael, und drängte sich an mir vorbei ins Zimmer. Er warf wie Tristan seine Sachen in die Ecke, und begann geschäftig darin herumzukramen, als hätte er es schon tausendmal getan. Während die beiden sich häuslich einrichteten, verschwand ich im Bad, und verschloss die Tür hinter mir.
Eine halbe Stunde später fand ich mich geduscht mit einer Schere in der Hand vor dem Spiegel wieder. Wenn ich das tat, ließ ich alles hinter mir, was mich ausmachte, dann würde ich endgültig Chantal werden, eine Fremde in meinem Körper. Aber was hatte ich schon für eine Wahl? So etwas wie auf dem Rastplatz wollte ich kein zweites Mal riskieren. Ich hob die Schere …
Ritsch ritsch ritsch.
Nach und nach fiel meine blonde Pracht zu Boden. Ich schnitt sie kurz, nur etwas länger als mein Kinn. Grade zu schneiden war gar nicht so einfach, und ich verrenkte mir dabei halb die Arme, aber zum Schluss gelang es mir. Die Haare waren ab. Aus meiner Tasche zog ich die Coloration, und färbte meine Haare – oder besser das, was davon übrig war – in einem dunkeln Schokobraun. Braun war unauffällig, die meisten Leute hatten von Natur aus braunes Haar, damit würde ich in der Menge einfach untergehen.
Als ich fertig war starrte ich minutenlang in den Spiegel. Ich hatte es getan. Nun war ich nicht länger Prinzessin Cheyenne Aurora Octavia Lupus, sondern Chantal. Ein neunzehnjähriges Mädchen, das aus Saarbrücken kam. Die kurzen Haare ließen mich älter wirken, und doch … das war nicht ich, die da aus dem Spiegel zurück schaute. Ich hatte nie kurze Haare gehabt, nie braune, und nie hatte ich ein Gesicht besessen, das so viel Kummer aussprach.
Seufz …
Ich schlüpfte in meine grauen Jogginghosen, und einem Longshirt, das mir eigentlich schon lange zu klein war, ich es aber einfach nicht übers Herz brachte, es wegzuschmeißen. Es war mein Lieblingsshirt. Meine Omimi hatte es mir geschenkt, und daher störte es mich wenig, dass es an meinem Bauch zu kurz geworden war. Als ich im Bad fertig war, waren meine Haare schon fast trocken. Etwas völlig neues für mich. Normalerweise dauerte das immer Stunden. Selbst mit Föhnen ging es nicht so schnell.
Ich warf meine Tasche zu denen der Jungs in die Ecke, und pflanzte mich dann neben Raphael aufs Bett. Seine vor Schreck geweiteten Augen beachtete ich dabei genauso wenig, wie die von Tristan.
Raphael richtete sich neben mir auf, und starrte mich mit offenem Mund an. Und starrte, und zur Abwechslung starrte er noch ein bisschen. Es schien als sei er zu nichts anderem mehr fähig. „Was hast du getan?“
„Das was nötig ist“, sagte ich leichthin.
Meine ruhige Stimme brachte ihn völlig in Rage. „Verdammt Cheyenne, warum hast du das gemacht?“
„Weil ich es für das Beste hielt“, knurrte ich, sein Ton gefiel mir nicht. „So etwas wie heute will ich nicht noch einmal erleben. So wird mich keiner erkennen.“
„So etwas wie heute passiert uns ständig“, zischte er mich an. „Deswegen musstest du dich doch nicht …“ er fuchtelte mit den Händen rum, und suchte nach dem richtigen Wort „… verstümmeln!“
Der wollte wohl schon wieder Streit. Bitte, den konnte er haben. „Ach, du versinkst also ständig in einem Blutrausch, und schlägst Leute zusammen, selbst wenn sie schon am Boden liegen, ja?“ Böse funkelte ich ihn an. „Du hast da draußen völlig die Kontrolle über dich verloren, und das will ich kein zweites Mal sehen.“
„Ich habe deinen Arsch gerettet!“, giftete er. „Wäre ich nicht gewesen, würde dein hübscher Hintern bereits wieder auf dem Weg ins Schloss sein!“
„Besser das als das Monster, in das du dich verwandelt hast!“, schrie ich ihn an. „Du hast dich dort überhaupt nicht mehr unter Kontrolle gehabt!“
„Leute, beruhigt euch“, versuchte Tristan zu schlichten. Wir ignorierten ihn beide.
„Ich habe dich beschützt!“
„Ich brauche keinen Schutz, das habe ich dir schon mal gesagt!“
„Schön!“, fauchte er. „Bestens, dann kannst du das nächste Mal alleine zusehen, wie du da wieder raus kommst!“
„Leute …“
Nun würde ich richtig wütend. Auch ich fuhr auf. „In den letzten Wochen warst du auch nie da gewesen, und ich habe überlebt. Ich habe es aus diesem beschissenen Schloss geschafft, und jede Strafe ausgehalten, die sie mir auferlegt haben. Ganz. Ohne. Deine. Hilfe.“ Bei jedem Wort stieß ich ihm den Finger in die Brust.
„Ach, jetzt sind wir wieder da angekommen?“, höhnte er. „Los komm schon, fang richtig an. Sag mir wie schlimm es dort gewesen ist, und das es alles meine Schuld ist …“
„Cheyenne, Raphael.“
„… und du mich deswegen hasst!“
„Ja!“, schrie ich ihn an. „Es war deine schuld! Nur wegen dir und deinem beschissenen Plan sitze ich jetzt in der scheiße …“
Tristan gab nicht auf, aber er wurde schon ungeduldiger. „Hallo?“
„… in diesem verseuchten, nach Qualm stinkenden Zimmer auf einem Bett, in dem wer weiß was für Keime ihr Unwesen treiben …“
„Cheyenne, ich rede mit dir.“
„… nur deswegen stand ich gerade in diesem Bad, und habe mir die Haare abgeschnitten!“ Ich war so in Rage, dass ich mich einfach nicht beruhigen konnte. „Du bist der einzige Grund, warum ich jetzt nicht zu Hause sitzen, und meine Ferien genießen kann, warum ich jetzt auf der Flucht bin, und mich vor einem ganzen Rudel Werwölfe verstecken muss. Werwölfe! Ist das zu fassen? Das Alles ist deine Schuld, und dafür hasse ich dich!“
Raphael hatte meinen Ausbruch ganz ruhig hingenommen, sich jedes Wort an den Kopf knallen lassen, ohne nur den Versucht zu starten mich zu unterbrechen. Doch dann öffnete er den Mund: „Zum Glück ist ja nur dein Leben beschissen.“ Die Wut in seinen Augen war echt. „Vielleicht hast du ja auch verdient was die passiert …“
Klatsch! Meine Hand landete in seinem Gesicht, noch bevor ich überhaupt realisierte, was ich da tat.
„Jetzt reicht´s mir aber.“ Nun war Tristan der, der richtig sauer war. „Wenn ihr beide euch nicht vertragen könnt, und jeden Anlass dafür benutzt um euch an die Gurgel zu springen, dann ist es wohl besser, wenn Cheyenne uns wieder verlässt.“
Mein Kopf wirbelte zu ihm herum. „Was?“ Mehr brachte ich einfach nicht raus. Tristan wollte dass ich ging? Sie hatten mich nach Holland gebracht, und jetzt sollte ich einfach verschwinden?
„Sie geht nirgendwo hin“, knurrte Raphael seinen Bruder zwischen zusammengebissenen Zähnen an.
„Doch, das wird sie. Ich werde es nämlich nicht die Chance vertun Vivien zu finden, nur weil sie nicht damit fertig wird, was geschehen ist. Das Leben ist nun mal scheiße, und nur weil sie bis zu unserem Auftauchen in einem Märchenschloss gehalten wurde, und jetzt mit der Realität konfrontiert wurde, sehe ich nicht ein meine Schwester im Stich zu lassen. Entweder sie kommt damit klar, oder sie geht, eine Andere Möglichkeit gibt es nicht.“
„Sie bleibt!“
Tristan knurrte Raphael an. In seinen Augen funkelte die Wildheit eines Wolfes, und er sah aus, als wollte er seinen Bruder mit dem Kopf voran gegen die Wand knallen. „Ich werde Vivien nicht für sie opfern, und ich dachte, dass auch dir das Leben unserer Schwester etwas bedeutet.“
Das ging zu weit. Raphael brüllte Tristan an, und Tristan brüllte Raphael an. Die Jungs lieferten sich ein heftiges Wortgefecht, und ich hätte nicht sagen können, wer von den beiden bedrohlicher wirkte, doch ich bekam nur die Hälfte von dem mit, was sie sich an den Kopf warfen. Mir hing immer noch ein Gedanke hinterher. Sie wollten mich hier nicht. Ich konnte es verstehen, Tristan hatte recht. Er musste seine Schwester finden, und ich störte dabei nur. Ich hatte keine Ahnung wohin ich gehen sollte, was ich tun sollte, aber eins wusste ich genau: hier war nicht mein Platz. Es war schwer, viel schwerer als meine Familie und meine Freunde zu verlassen, viel schwerer als mein ganzes Leben hinter mir zu lassen. Vielleicht weil ich sie so mochte, oder weil ich vor zwei Tagen schon einmal alles verloren hatte, aber ich sah keinen anderen Ausweg.
Die beiden Stritten noch immer, als ich niedergeschlagen vom Bett glitt, und in meine Schuhe schlüpfte. Ich würde mir für die Nacht ein anderes Zimmer in einem anderen Motel suchen, und morgen würde ich dann weiter sehen. Etwas Schmuck hatte ich ja noch zum verkaufen. Die nächsten paar Wochen würde ich überleben können. Fürs erste könnte ich in der Stadt bleiben, und mir einen Job suchen, dann eine eigene Wohnung. So machte man das doch, oder? Immer nach vorne blicken, die Hoffnung nie aufgeben. Ich würde mir ein neues Leben aufbauen, eines unter Menschen, und niemand würde wissen, wer oder was ich war. Das schaffe ich, sagte ich mir, ich bin stark, ich kann das schaffen. Ohne ein Wort nahm ich meinen Rucksack vom Boden. Ich hatte nicht vor, mich zu verabschieden. Hoffentlich waren die beiden wo sehr miteinander beschäftigt, dass sie meinen Abgang nicht bemerkten, doch das Schicksal meinte es nicht gut mit mir. Als ich die Tür öffnete, flog Raphaels Kopf zu mir herum. „Wo willst du hin?“
„Weg.“ Schnell zog ich die Tür hinter mir zu, und eilte die heruntergekommene Galerie entlang zur Treppe. Natürlich folgte Raphael mit sofort.
„Du gehst nicht!“, schrie er mir hinterher.
Ich ignorierte ihn, lief die Treppe herunter, über den Parkplatz der zum Motel gehörte.
„Cheyenne!“
Meine Füße trugen mich immer weiter. Ich spürte die Tränen in meine Augen brennen, die Wut und die Verzweiflung in meinem Inneren aufkeimen. Warum konnte er mich nicht einfach in Ruhe lassen?
„Verdammt noch mal, bleib stehen.“ Er packte meinen Arm, und wirbelte mich zu sich herum. „Ich habe gesagt du bleibst!“
Gegen seinen Griff wehrte ich mich nicht, dafür hatte ich einfach keine Kraft mehr. „Warum? Tristan hat recht …“
„Vergiss Tristan.“
Ich überging das. „… ich kann dir nicht verzeihen, und wir werden uns immer wieder streiten. Willst du wirklich deine Schwester im Stich lassen, weil du für mich den großen Bruder spielen musst?“
„Ich werde Vivien nicht im Stich lassen“, knurrte er. „Und dich werde ich nicht gehen lassen. Du willst mich hassen? Bitte, ich gebe dir die Erlaubnis. Beschimpf mich, schlag mich, mach was du nicht lassen kannst, ich werde alles ertragen, aber ich werde dich kein zweites Mal verlieren. Ich habe es dir versprochen, ich werde dich nie wieder alleine lassen.“
„Scheiß auf dein Versprechen! Du hast mich immer nur angelogen, da kommt es auf dieses eine Mal nun wirklich nicht mehr an!“ Ich riss an meinem Arm, wollte nur noch hier weg, aber er ließ mich einfach nicht los. Ganz im Gegenteil, er packte auch noch meinen zweiten Arm. „Verdammt, nimm deine dreckigen Pfoten von mir!“
„Nein.“
Ich schlug ihn gegen die Brust, wehrte mich, aber er gab mich nicht frei. Ich versuchte die Tricks anzuwenden, die er selber mir beigebracht hatte. Daraufhin riss er mich an seine Brust, und küsste mich einfach. Zuerst war ich so baff, dass ich jegliche Wehrversuche sofort einstellte. Begrüßte das Licht, das er mir durch seine Lippen schickte. Doch als mein Gehirn wieder zu arbeiten begann, stieß ich ihn von mir. „Was fällt dir ein?“ Ich wischte mir mit dem Handrücken über den Mund, und versuchte das brennen nach ihm in mir zu ignorieren. „Mach das noch einmal, und du kannst deine Zähne vom Asphalt aufsammeln!“
Er sagte nichts, tat nichts, stand einfach nur da, und wartete.
Am liebsten hätte ich ihn dafür geschlagen. Für seine arrogante Haltung, dafür das er mich einfach geküsst hatte, dafür, dass er dort stand, dafür, dass ich mich vorbeugen wollte, um mich ein weiteres Mal von dem Licht erhellen zu lassen. „Ach scheiß drauf.“ Ich ließ meine Tasche achtlos auf den Boden fallen, und schlang meine Arme um seinen Nacken. Meine Lippen trafen voller Sehnsucht auf seine, und erinnerten sich nur zu deutlich an das Gefühl, wie es war, als wir das in dem Bad von Tim getan hatten. Es war genau wie damals. Süß und sanft, und einfach vollkommen.
Meine Hände gruben sich in sein Haar. Ich roch ihn intensiver als jemals zuvor, schmeckte ihn, genoss seine Hände auf meinem Rücken, die Nähe, die nicht mal meine wölfische Seite zu stören schien. Die Zeit war vergessen. Was geschehen war, war vergessen. Unsere Streits, die Anschuldigungen, die Wut die in mir gebrodelt hatte, seit jenem verhängnisvollem Tag, alles war vergessen, nur noch das zählte. Ich zog ihn nähr an mich, drückte mich gegen ihn. Bei ihm fühlte ich mich geborgen, bei ihm durfte ich sein, wer ich war. Nicht Prinzessin Cheyenne, oder Chantal, bei ihm konnte ich einfach Cheyenne sein, und in diesem Moment wurde mir klar, dass ich ihn nicht verlassen konnte. Zu viel hatte ich in zu kurzer Zeit verloren, zu viel hinter mir gelassen, ihn würde ich nicht aufgeben. Ich konnte meine Wut überwinden, da war ich mir sicher. Das schaffe ich, sagte ich mir, ich bin stark, ich kann das schaffen. Mein neuer Slogan.
Meine Zunge drang in seinen Mund, und dieses Mal zuckte ich nicht davor zurück, als ich seine Zähne berührte. Sie waren ein Teil von ihm, und ich liebte jedes Teil. Die sanfte Hitze, die in mir aufstieg, vergrößerte sich mit jeder Minute, die wir dort standen. Das Licht das er mir sandte, erfüllte mich bis in jede Faser meines Körpers. Er gehörte mir, und ich ihm.
Seine Hand glitten meinen Rücken hinauf, in meinen Nacken, hielten ihn, als sein Mund an meinen Hals wanderte, mein Schlüsselbein, während seine andere Hand die nackte Haut über meinen Hosenbund streichelte. Es schien ewig zu dauern, bis wir uns lösen konnten. Seine Nase an meiner, lächelte er mich an, und das Funkeln in seine Augen nahm mich gefangen. In diesem Moment hätte ich wirklich alles für ihn getan. „Ich hasse dich“, schmollte ich gespielt.
Sein Lächeln wurde noch breiter. „Ich liebe dich.“
„Oh bitte, sag doch so was doch nicht, sonst werde ich ja noch rot.“
„Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich.“ Er hauchte mir einen weiteren Kuss auf die Lippen, der meine Sinneszellen Tango tanzen ließ.
„Und ich bin gezwungen dich zu erwürgen, wenn du es jemals wieder sagen wirst“, drohte ich ihm.
„Das heißt also du bleibst?“
Ich zuckte die Achseln. „Ich denke nicht, dass du mich jetzt noch gehen lassen wirst.“
„Nie wieder“, bestätigte er, und wir versanken ein weiteres Mal in einem Kuss, der die Zeit stillstehen ließ.
Von Tristan, der auf der Galerie stand und uns beobachtete, kam nur ein Brummen. „Erst schlagen sie sich fast du Köpfe ein, und dann fallen sie wie räudige Hunde übereinander her.“
An Raphaels Lippen lächelte ich. Am Morgen weiß man halt nie, wie der Tag enden wird..

Creme Gegen Pigmentflecken Im Gesicht Test Darf

Die Marsleute waren, wie ich jetzt sah, Geschöpfe, deren Bau allen irdischen Begriffen Hohn sprach. Sie hatten ungeheure runde Körper - oder besser ge-sagt, Köpfe – mit einem Durchmesser von etwa vier Fuß. Jeder dieser Körper hatte mitten auf seiner Vorderseite ein Gesicht. Dieses Gesicht hatte keine Nasenlöcher - den Marsianern scheint tatsächlich jeder Geruchssinn gefehlt zu haben - aber es hatte ein Paar sehr großer, dunkelgefärbten Augen und gerade darunter eine Art fleischigen Schnabels. Auf der Rückseite dieses Kopfes oder Körpers - ich weiß kaum, wie ich es bezeichnen soll - befand sich eine einzige straffe, trommelfellartige Fläche, die später anatomisch als Ohr identifiziert wurde, obwohl sie in unserer dichteren Atmosphäre fast nutzlos gewesen sein muss. Um die Mundöffnung herum hingen sechzehn zarte, fast peitschenartige Fühler herunter, auf jeder Seite zwei Büschel zu vier. Diese Büschel wurden seither von dem ausgezeichneten Anatomen Pro-fessor Howes sehr zutreffend „Hände“ genannt. Schon als ich diese Marsleu-te zum ersten Mal sah, hatte ich die Vermutung, als versuchten sie, sich mit Hilfe dieser Hände aufzurichten. Aber durch das erhöhte Gewicht in der Erdatmosphäre war es ihnen natürlich nicht möglich. Es gibt genug Grund für die Annahme, dass sie sich auf dem Mars mit ziemlich großer Leichtig-keit auf ihnen fortbewegen konnten. Pigmentflecken Creme Rossmann Holz Die Forscher vermuten weiter, dass das unbekannte Objekt von einem kleinen Planeten oder einem Satelliten abgebrochen sein könnte. Viele Dinge im Universum können dieses Phänomen verursachen, berichten die Forscher. Dieser Feuerball soll aber völlig harmlos gewesen sein, da er bereits weit über der Erdoberfläche verglühte. Rote Flecken Auf Der Eichel Und Juckreiz Tun 660 000 Leute haben unterschrieben, und vor allem hier hat man ihnen vorgeworfen, sie sind ängstlich, haben irrationale Ängste, sie sind populistisch verführt, ein bisschen dumm sozusagen, und sie haben das Abkommen nicht gelesen – was übrigens nicht ihre Pflicht ist, sondern jene, die das wollen, müssen einfach und deutlich erklären, wa­rum es für Österreich gut sein soll. Sie haben auch, das wage ich zu sagen, nicht ge­gen den Freihandel votiert, natürlich nicht, sondern sie haben festgestellt, dieses Abkommen ist schon von seiner Entstehungsgeschichte her etwas, was sich schwer ver­dächtig gemacht hat. i) wenn die Viabilität nach einer 3-minütigen Exposition weniger als 50 % beträgt oder Rote Flecken Auf Der Haut Baby 6 Monate Wenn man den Antrag liest, gibt es da die verschiedenen Punkte mit der jeweiligen Zuständigkeit: Forderungen an die Bundesländer, an die Landeshauptleute, an die Ge­meinden, an die Europäische Kommission – so zieht sich das durch. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Creme Gegen Pigmentflecken Im Gesicht Test Darf Klassifizierungsarten und Kennzeichnungskategorien
Innerhalb der Schuhausführungen (Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhen) wird nach zwei Klassifizierungsarten unterschieden:.

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Industrieböden 6.2. 1 Gerne unterstützen wir Sie bei der Erarbeitung von objektbezogenen Ausschreibungen. Weitere Ausführungspositionen finden Sie auf unserer Homepage. Untergrundvorbereitungen... Hochpunkte Rote Flecken Auf Der Haut Baby 6 Monate Conway stutzte einen Augenblick, sah dann aber das Radiogerät, das dem Wesen auf den Rücken geschnallt war und von dem lose ein Anschlußkabel herunterbaumelte. Er reparierte mit Heftpflaster den Schaden, und schon hörte er die ausdruckslose — übersetzte — Stimme in seinen Kopfhörern. Pigmentflecken Creme Rossmann Holz Das Kokosöl im heißen Wasserbad schmelzen. Ich habe einfach einen Topf Wasser zum Kochen gebracht, die Platte auf 1 gestellt und eine Schüssel obendrauf getan. Sobald das Öl flüssig ist, Schüssel vom Herd/ aus dem Topf nehmen, 2 Minuten abkühlen lassen, Öle hinzugeben, ggf. das Parfümöl, Natron und Stärke untermischen, gut verrühren. Die Mischung leicht andicken, will heißen abkühlen lassen, immer wieder rühren. Erst ganz kurz bevor die Masse fest wird, in ein verschließbares Gefäß, z.B. eine Glasbehälter mit Deckel, geben und durchtrocknen lassen. 6 Millionen Besucher in 2 Wochen, davon ein beträchtlicher Teil Sauf- und Partytouristen aus aller Herren Länder (also allein daher schon nicht so repräsentativ für die einheimische „rape culture“). Judi Macintosh rief den Assistant Commissioner an. »Superintendent Ardery…«, sagte sie, doch weiter kam sie nicht. Nachdem sie einen Moment lang zugehört hatte, sagte sie: »Sehr wohl, Sir«, und erklärte Isabelle, sie solle warten. Es würde nur ein paar Minuten dauern. Ob sie eine Tasse Kaffee wünsche? Rote Flecken Auf Der Eichel Und Juckreiz Tun Heutzutage werden diverse schäumende und nicht schäumende Reinigungsmittel angeboten.
Das liegt an den verschiedenen Verfahren, bei denen die Produkte zum Einsatz kommen, wenn es um die Reinigung von Teppichen geht. Im Folgenden wollen wir die zwei gängigsten Verfahren näher beleuchten..